FC Grünthal lud auf Sportgelände Unterreit

Typisierungsaktion: Fantastischer Ansturm

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Für Corinna Wagner ist es ein besonderer Samstag: Die Tochter von Heinz Wagner ist nun alt genug, um sich typisieren zu lassen. Corinna ist eine von 800 Freiwilligen, die in Unterreit dabei waren.

Unterreit - "Vielen Dank für so viel Hilfsbereitschaft", heißt es von Manuela Ortmann von der Aktion Knochenmarkspende e.V. und dem Vorstand des FC Grünthal, Christoph Schmid gleichermaßen. Wie viele kamen zur Typisierung?

Über einen regelrechten Ansturm konnten sich die Organisatoren der Typisierungsaktion auf dem Sportgelände des FC Grünthals in Unterreit freuen.

Insgesamt waren exakt 800 Freiwillige bereit, sich als potentielle Knochenmarkspender registrieren zu lassen. Freiwilliger Nummer 800 heißt Josef Gasteiger aus Stadl (zwischen Gars und Au am Inn), der mit seiner Freundin noch die Freiwilligenzahl auf 800 voll machen konnte. "Meine Freundin hat von der Aktion über Bekannte erfahren und wir haben nicht lange gezögert, hierher zu kommen", so Gasteiger gegenüber wasserburg24.de. So wie Josef ging es Vielen.

Christoph Schmid: "Das ist großartig"

"Wir sind begeistert von den 800 Menschen, die sich als potentielle Spender zur Verfügung stellen und hier in Unterreit mitgemacht haben", erklärt Manuela Orthmann. Die Aktion Knochenmarkspende e.V. hatte gemeinsam mit dem FC Grünthal die Typisierungsaktion organisiert. Viele Firmen haben finanziell die Aktion unterstützt.

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Am Samstag ging es vor allem auch darum, möglichst viele Freiwillige an die Tische der mehr als 20 Helfer zu bekommen - um mit einer geringen Menge Blut alle wichtigen Werte abzugeben, die möglicherweise dann Menschenleben retten können.

"Man merkt hier sofort, dass alle Helfer mit so viel Eifer bei der Sache waren, großer Respekt an den FC Grünthal und die vielen Menschen, die nun auch registriert und in der Spenderkartei sind", betont Manuela Ortmann.

Auch der erste Vorstand des FC Grünthal - Christoph Schmid zeigt sich hocherfreut über den guten Verlauf der Aktion auf dem Sportgelände in Unterreit. "So viele Helfer haben uns unterstützt. Es ist schön zu merken, dass diese Aktion die Menschen noch näher zusammenrücken hat lassen", findet Schmid.

Von Krankenschwester bis Nachbar

Die Hilfsbereitschaft macht nicht nur das Vereinsleben des FC Grünthal aus. Besonders viele, die Heinz Wagner kennen, haben nicht lange überlegt und sich sofort dafür entschieden, bei der Typisierung mitzumachen. "Ich kenne Heinz schon sehr lange und natürlich habe ich mich sofort gemeldet, um hier bei der Aktion zu helfen", erklärt Petra Eder. Die erfahrene Krankenschwester war am Samstag eine von vielen Helferinnen und Helfern, die den vielen Hundert Freiwilligen Blut abgenommen hat. "Das ist doch eine Selbstverständlichkeit", so Eder.

Selbstverständlich gerne dabei waren zahlreiche Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunde von Heinz Wagner und. Seine beiden Kinder Fabian und Corinna waren in Unterreit und zeigten sich wie auch Irene Wagner, die Frau von Heinz sehr begeistert von der großen Bereitschaft, helfen zu wollen. "Es ist wirklich eine tolle Sache und wir danken allen hier, die uns so sehr unterstützen möchten", so Irene Wagner gegenüber wasserburg24.de

Für Corinna ist es ein ganz besonderer  Tag gewesen - sie durfte sich am Samstag ebenfalls typisieren lassen: "Endlich bin ich alt genug", lächelt Corinna. Die fast Achtzehn-Jährige ist allgemein sehr sozial eingestellt, besitzt einen Organspendeausweis und hätte sich grundsätzlich als Spender registrieren lassen. "Es ist jetzt nicht nur deshalb, weil es in der Familie gebraucht wird, aber es ist jetzt natürlich noch wichtiger für mich, auch in der Spenderkartei aufgenommen zu werden", so Corinna.

Heinz liegt in der Klinik

Heinz Wagner selbst liegt derzeit im Krankenhaus, die Familie besucht ihn regelmäßig. "Ich arbeite in München und kann Papa darum recht häufig auch noch nach der Arbeit besuchen, wir sind guter Dinge und fühlen uns gestärkt durch diese fantastische Welle der Hilfsbereitschaft und des Zuspruchs", so Corinna Wagner.

Viele Spenden kamen rein

Insgesamt wurde bereits eine Spendensumme von 35.500 Euro eingegeben. Es kommen noch dazu die Erlöse aus dem Essens- und Getränkeverkauf sowie der Trikot-Versteigerung, die Miro Klose unterstützt hat.

Bemerkenswert auch der Altersdurchschnitt der Freiwilligen, der in Unterreit bei 31 Jahren liegt. Übrigens: 47,2 Prozent der Freiwilligen waren auf dem Sportgelände Männer, 52,8 Prozent Frauen. "Frauen sind allgemein sehr sozial eingestellt, darum wundert mich das gar nicht so sehr", erklärt Manuela Ortmann. Die Vertreterin der AKB lobte im Allgemeinen die Region, die hier so zusammen halte. "

Es kamen Familien, Freundesgruppen, Vereine und Einzelpersonen. Burschenvereine, Fußballvereine, Musikgruppen. "Der gute Zweck ist wichtig, da überlegt man nicht lang", erklärt Hans Mayer. "Ich kenne Heinz vom FC Grünthal her und bin nun also auch in der Knochenmarkspenderkartei registriert", freut sich Florian Mittermeier aus Einharting. Alle, die mitgeholfen haben, um die Aktion gut verlaufen zu lassen lächeln am Schluss der Veranstaltung ebenso wie diejenigen, die mitgemacht haben.

Manche Orte besonders oft vertreten

Aus dem Gemeindegebiet Unterreit waren 129 Menschen dabei, die nun potentieller Spender sind. Aus Babensham sind es 87 Freiwillige, aus Schnaitsee kamen 48, aus Gars 38 und aus Wasserburg 37. Ebenfalls in großer Anzahl da waren Eiselfinger (30) und Mittergarser (24). "Egal aus welchem Ort und egal ob als Spender im finanziellen oder sozialen Bereich, wir danken allen, dass es so eine großartige Typisierungsaktion geworden ist", heißt es von Christoph Schmid abschließend. Von der AKB gab es zum Schluss eine Urkunde und viel Dank für das Engagement, diese Aktion durchzuführen.

Quelle: innsalzach24.de

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