News-Ticker zu Hochwasser in Bayern und NRW

Nach Unwetter: In Simbach läuft das Leitungswasser wieder

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Landkreise - Für den Samstagabend hatte der Deutsche Wetterdienst die höchste Unwetterwarnung der Stufe 4 für die Landkreise Mühldorf und Altötting herausgegeben. Dies wurde inzwischen wieder herunter gestuft. Im Oberland ist die Lage aber angespannt:

Die wichtigsten Infos im Überblick:

  • Am Samstagabend gab es DWD-Unwetterwarnungen der höchsten Stufe für die Landkreise Mühldorf und Altötting
  • Raum Altötting kam mit blauen Auge davon
  • Dagegen zahlreiche Feuerwehreinsätze in Schwindegg und Oberbergkirchen (beide Landkreis Mühldorf)
  • 65 Feuerwehreinsätze am Nachmittag im Berchtesgadener Land
  • Straßen-Überschwemmungen auch in Bad Endorf
  • Feuerwehrler aus Raum Mühldorf und Altötting halfen zuvor in Simbach
  • Warnung wird am Sonntagmorgen herunter gestuft bzw. aufgehoben

UPDATE, 19.50 Uhr:

Alles zu verlieren, ist keine schöne Vorstellung. Das ist wohl auch der Grund für Facebookgruppen wie "Katastrophenhilfe Bayern".innsalzach24 stellt sie beispielhaft für viele andere vor.

UPDATE, 18.30 Uhr: 

Ein zwölf Jahre alter Junge ist auf einem Sportplatz in Baden-Württemberg vom Blitz getroffen und lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, spielte der Junge mit einem Freund auf dem Fußballplatz nahe Aichwald, als ein Gewitter aufzog und der Zwölfjährige von einem Blitz getroffen wurde. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht. 13 weitere Menschen wurden leicht verletzt. Sie klagten über Unwohlsein und Kreislaufprobleme und wurden ambulant behandelt.

UPDATE, 16.45 Uhr

Im niederbayerischen Krisengebiet um Simbach am Inn blieb es Sonntag vergleichsweise ruhig. Die Aufräumarbeiten gehen dort weiter. Vielfach ist die Versorgung über das Leitungssystem wieder hergestellt, so das Landratsamt am Sonntag. Es gebe aber quantitative und qualitative Einschränkungen. Das Krankenhaus etwa müsse weiter mit Tankwagen versorgt werden. „Ab Montag dürfte es wieder laufen“, sagte ein Sprecher.

UPDATE, 14.30 Uhr:

Horst Seehofer watet in Gummistiefeln durch den Schlamm in Simbach am Inn. Er ist erschüttert vom Ausmaß der Schäden und verspricht unkomplizierte und umfangreiche Hilfen. Derweil warten die Menschen stundenlang auf das Sofortgeld.

UPDATE, 10.55 Uhr:

Kritisch bleibt die Lage im Landkreis Weilheim-Schongau. Dort wurde am Sonntagmorgen Katastrophenalarm ausgelöst. Es handle sich um "ein größeres Schadensereignis unterhalb des Katastrophenfalls", sagte ein Sprecher zum Bayerischen Rundfunk. Betroffen ist vor allem der Altlandkreis Weilheim: Nachdem am Freitag erneut Teile der Gemeinde Peißenberg unter Wasser standen und in Hohenpeißenberg ein Hang abgerutscht ist, stehen am Sonntag die Orte Oberhausen und Polling im Zentrum der Bemühungen der Helfer.

Die Bahnstrecke München-Mittenwald musste am Sonntag wegen eines Murenabgangs bei Huglfing gesperrt werden. Eine örtliche Einsatzleitung wurde eingerichtet. Angehörige sämtlicher Hilfsorganisationen wurden um Hilfe beim Füllen von Sandsäcken gebeten. In einigen Bereichen der betroffenen Gemeinden steht das Wasser inzwischen kniehoch.

Auch der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist betroffen. Laut Polizeipräsidium Oberbayern Süd vor allem die Stadt Wolfratshausen, sowie Königsdorf. In beiden Orten stehen mehrere Straßen unter Wasser und mussten zwischenzeitlich gesperrt werden.

UPDATE, Sonntag, 8.05 Uhr:

Am Sonntagmorgen scheint sich die Lage beruhigt zu haben. Lediglich für die Landkreise Mühldorf und Altötting gab es noch eine Warnung von markantem Wetter (Stufe 2). Für die Region Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land lagen beim Deutschen Wetterdienst dagegen keine Meldungen mehr vor.

Die Meldungen vom Samstag:

Nach dem Hochwasser im benachbarten Landkreis Rottal-Inn waren die Anwohner durch die DWD-Meldungen gewarnt. Nach Informationen von unseren Reportern im Gebiet und unseren Usern, hat es den Landkreis Altötting jedoch fast gar nicht erwischt. An Burgkirchen etwa soll das Unwetter ganz vorbei gezogen sein, harmlos blieb es wohl auch in Kastl und in Altötting. 

Schwindegg und Oberbergkirchen besonders betroffen

Anders dagegen in Teilen des Landkreises Mühldorf. Hier gibt es nach unseren Informationen besonders in der kleinen Gemeinde Oberbergkirchen und in Schwindegg zahlreiche Feuerwehreinsätze aufgrund von vollgelaufenen Kellern. Auch Userin Celine W. bestätigt uns über Facebook: "In Oberbergkirchen steht ein Teil leicht unter Wasser". Andere User schrieben uns "In Schwindegg ist Land unter" und gegen 22 Uhr: "In Schwindegg sind immer noch alle Feuerwehren aus dem Umkreis im Einsatz."

User-Fotos vom Unwetter am Samstag

Über Mühldorf entlud sich wohl auch einiges: "Ein Gewitter nach dem anderen", schrieb uns Claudi J. In Heldenstein patroullierte die Feuerwehr vorsichtshalber, weil ein paar Felder in der Nähe der Siedlungsgrenze bereits gut unter Wasser standen und Starkregen herunterkam. 

Feuerwehreinsätze in Bad Endorf

Feuerwehreinsatz in Bad Endorf

Ein User schickte uns am Abend Bilder aus Bad Endorf. Am Wiebelpark ist die Feuerwehr im Einsatz. Das Wasser steht dort einige Zentimeter hoch auf der Straße. 

Ein User-Foto aus Bad Endorf vom Samstagabend.

Auch Nicole Zieglgruber sandte uns ein Foto aus Bad Endorf zu. Zu sehen ist die Rückseite der dortigen Edeka-Filiale. "Unbeschreiblich, was da herunterkam!", schrieb sie uns. 

Dieses Foto entstand im Landkreis Rosenheim bei Raubling. 

Dieses Bild entstand in Großholzhausen (Gemeinde Raubling) gegem 17.10 Uhr. Das spektakuläre Wolkenbild erinnerte User Hubert Ronge an einen "Tornado-Rüssel"

Viele Feuerwehreinsätze auch  im Berchtesgadener Land

Haben Sie Bilder von Überschwemmungen in unserer Region?

Schicken Sie uns Fotos an redaktion@ovb24.de

Am Samstag kam es bis zum Abend auch zu 65 Feuerwehreinsätzen bei Unwetter im nördlichen Berchtesgadener Landkreis. Am Nachmittag kam es dort zu einem Gewitter mit großen Niederschlagsmengen. Das teilte Kreisbrandmeister Michael Brandl in einer Pressemitteilung mit. 

Gefordert waren die Feuerwehren Ainring, Freilassing, Laufen, Saaldorf und Surheim. Mehrere Keller liefen voll mit Wasser. Darüber hinaus waren Verkehrswege durch Überflutungen und umgestürzte Bäume blockiert oder nur erschwert passierbar. Parallel dazu kam es im Stadtgebiet Freilassing zu einem Brand in einem Wohnhaus.

DWD-Video vom Samstagabend zur Wetterlage:

Quelle: innsalzach24.de

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