Mann stach Frau mehrmals Messer in Kopf und Hals

Messerstecher von Schwabing: „Ich habe Scheiß gebaut..."

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München - Nach dem Mordversuch in der Pizzeria „Da Bello e Bello“ in Schwabing gab die Polizei nun Details aus der zerrütteten Ehe des Busfahrers und seiner Frau an. 

Wie bereits berichtet, kam es am Mittwoch, 10.08.2016, zu einem versuchten Tötungsdelikt in einer Gaststätte in München- Schwabing.

Der Tatablauf

Am Mittwoch kurz nach 11 Uhr betrat ein 37-jähriger in München lebender Kosovare eine Gaststätte in München-Schwabing, da er wusste, dass dort seine getrennt lebende Ehefrau arbeitete. Im Lokal trat er - ohne vom Opfer bemerkt worden zu sein - von hinten an die 36-jährige Frau heran und stach mit einem mitgeführten Taschenmesser unvermittelt mehrmals auf diese ein. Auch als diese versuchte zu fliehen, setzte er ihr nach und stach nochmals auf sie ein. Der 37-Jährige lies von der Geschädigten erst ab, als diese fast regungslos am Boden lag. Er flüchtete aus dem Lokal und begab sich zu einer nahegelegenen Tankstelle. Dort bat er den Tankwart die Polizei zu rufen, weil er seine Frau erstochen hätte. „Ruft die Polizei. Ich habe Scheiß gebaut...", soll der Mann laut tz-Informationen zum Tankwart gesagt haben. Der Tatverdächtige konnte durch verständigte Polizeikräfte dort vorläufig festgenommen werden. 

Haftbefehl wegen versuchten Mordes

Die Geschädigte kam mit lebensgefährlichen Verletzungen im Kopf- und Halsbereich in eine Münchner Klinik und verbleibt dort nach einer Operation stationär. Derzeit besteht keine Lebensgefahr mehr.

Das Tatmesser konnte, nachdem der Tatverdächtige es auf der Flucht in der Nähe des Lokals weggeworfen hatte, aufgefunden werden.

Die Staatsanwaltschaft München I beantragt Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Als Mordmerkmale werden niedrige Beweggründe sowie Heimtücke angenommen. Die Vorführung des Tatverdächtigen beim zuständigen Ermittlungsrichter erfolgt am heutigen Donnerstag, 11.08.2016.

Eifersucht als Tatmotiv

Bei seiner Vernehmung bei der Mordkommission München räumte der Tatverdächtige die Tat ein. Als Motiv nannte er Eifersucht bzw. Trennungsschmerz.

Ende 2013 sowie im Frühjahr 2016 kam es zu Polizeieinsätzen aufgrund Bedrohungs- bzw. Körperverletzungsdelikten innerhalb der Beziehung. Auch wurden entsprechende Schutzanordnungen durch das zuständige Gericht erlassen und Hilfsangebote aufgezeigt. Bezüglich des Vorfalls 2013 nahmen beide Partner die gestellten Strafanträge zurück. Verstöße gegen die Schutzanordnung sind bei der Polizei nach jetzigem Stand nicht bekannt geworden.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © dpa

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