Vorsprung von Jamie-Lee war deutlich

NDR gibt Abstimmungszahlen von ESC-Vorentscheid bekannt

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Jamie-Lee Kriewitz jubelt über ihren Sieg beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest in Köln neben dem Zweitplatzierten Alex Diehl.

Köln/Waging - "Voice"-Gewinnerin Jamie-Lee (17) vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm. Der Waginger Alex Diehl lieferte eine tolle Performance und wurde nur knapp geschlagen:

UPDATE, 13.45 Uhr

Laura Pinski und Ralph Siegel (linkes Foto) verpassten das Finale nur knapp. Jamie-Lee Kriewitz (r.) gewann.

Er hatte es sich so sehr gewünscht und verfehlte es am Ende nur knapp: Der ewige ESC-Komponist Ralph Siegel (70) ist beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2016 nur knapp am Finale vorbeigeschrammt. Wie der NDR einen Tag nach der Show mitteilte, belegte Siegel mit seiner Sängerin Laura Pinski Platz vier in der Abstimmung der Zuschauer. Das reichte nicht für das Finale der besten drei, aus dem in einer zweiten Abstimmungsrunde die Schülerin Jamie-Lee Kravitz als Siegerin hervorging.

Sie hatte allerdings schon beim ersten Votingdurchgang mit fast 222 000 Stimmen deutlich vorne gelegen. Zum Vergleich: Ihre ärgsten Verfolger, Alex Diehl und die Rocker Avantasia, erreichten dabei etwa 125 000 Stimmen.

Was das Ranking auch zeigte: Indie-Pop war in diesem Jahr nicht wirklich angesagt. Unter den letzten drei Plätzen fanden sich die Band Keøma und das Duo Joco wieder. Am schlechtesten schnitt die Pop-Band Woods of Birnam ab.

Jamie-Lee Kriewitz bringt für Deutschland eine recht eigentümliche Mischung mit: Manga-Outfit, Gospel-Ausbildung und eine gewisse Unbedarftheit. Die dpa porträtierte die 17-Jährige ausführlich.

UPDATE, 9.25 Uhr

Nach Andreas Kümmert (der nach seinem Sieg im vergangenen Jahr aber zurückzog) gewann abermals eine Stimme aus der ProSiebenSat.1-Show "The Voice of Germany" den ESC-Vorentscheid. Die 17 Jahre alte Jamie-Lee Kriewitz wird mit dem irgendwie vertraut klingenden Lied "Ghost" zum Eurovision Song Contest 2016 nach Stockholm fahren.  So viel steht schon jetzt fest: Das Teenie-Mädel im Anime-Look polarisiert. Das zeigen die Reaktionen der User.

Entweder halten sie Jamie-Lee für eine Null-Punkte-Garantie beim ESC 2016. Oder sie sind begeistert von der singenden Sailormoon und ihrem Gewinnerlied "Ghost".

Jamie-Lee Kriewitz beim ESC 2016: Twitter-User sehen es kritisch

Beginnen wir mit der Negativ-Fraktion. Und dem User Corvaayne (@Corven_D). Der mag zwar Animes und Mangas. Findet Jamie-Lee Kriewitz trotzdem ziemlich fürchterlich. Und meint, dass die Republik nach Ann-Sophie die nächste Gurke zum ESC schickt.

Auch Frau KORNnelia (@arcanusart) rechnet bereits damit, dass es dank Jamie-Lee Kriewitz beim ESC wieder heißt "Germany: zero points"

Dagobert Rubik (‎@Bemerkungen) lästert über das Aussehen von Siegerin Jamie-Lee. Und er ist nicht unbedingt begeistert von "Ghost".

Dude ‎(@DudeTheAbide) hält es generell für ein Unding, den Teenie-Star aus der Casting-Show zum ESC 2016 nach Stockolm zu schicken.

Ähnlich sieht es Richard Di Biase (‎@bundesautobahn7): Eine Castingshow-Gewinnerin zum ESC 2016 schicken? Ganz dumme Idee!

User BurnHard82 ‏(@BurnHard82) kann mit dem Image von Jamie-Lee Kriewitz im Allgemeinen und mit ihrem Lied "Ghost" im Besonderen nichts anfangen. Aber auch gar nichts.

Jamie-Lee Kriewitz beim ESC 2016: Diese Twitter-User sind begeistert 

Natürlich gibt es auch die andere Fraktion auf Twitter. Nämlich die User, die es ganz toll finden, dass Jamie-Lee Kriewitz Deutschland beim ESC 2016 vertritt. Zum Beispiel Nadine (‏@nadzgo_lovee).

Auch KawaiiJosiChan (‏@KawaiiJosiChan) jubelt über den Sieg von Jamie-Lee Kriewitz beim  ESC-Vorentscheid 2016.

Arian F. ‎(@afischer_58) ist begeistert vom Siegerlied "Ghost" - und freut sich schon auf jede Menge Airtime im Radio.

PKOBF (‏@hrrkrch) sieht Jamie-Lee Kriewitz beim ESC 2016 schon mal auf den vorderen Plätzen.  

Und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) freut sich, dass nach Lena Meyer-Landrut schon wieder eine Niedersächsin zum ESC fährt.

Und natürlich gratulieren die offiziellen Twitter-Accounts der Sender ProSieben und Sat.1 Jamie-Lee Kriewitz zum Sieg beim ESC-Vorentscheid. Ist ja auch kein Wunder. Sie strahlen die Show "The Voice of Germany" aus, die die 17-Jährige bekannt machte.

Ganz großes Tennis ist der Kommentar von Klopskind (‏@autumnsautopsy) an die Adresse aller Twitter-User, die Jamie-Lee Kriewitz wegen ihres Alters als ungeeignet für den Eurovision Song Contest halten.

Das postet Jamie-Lee Kriewitz zu ihrem Sieg beim ESC-Vorentscheid

Und was twittert Jamie-Lee Kriewitz zu ihrem Sieg beim ESC-Vorentscheid? Gar nix. Die Gewinnerin hat nämlich keinen Twitter-Account. Sie freut sich dafür eine paar Straßen weiter im Internet - auf ihrem Facebook-Profil.

Ich habe es geschafft! *~* Ich danke allen, die für mich gevotet haben und mich unterstützt haben!Ganz ehrlich, ich...

Posted by Jamie-Lee Kriewitz on Donnerstag, 25. Februar 2016

Am Donnerstag musste die minderjährige Jamie-Lee übrigens die Bühne aus Gründen des Jugendarbeitsschutzes um 23 Uhr verlassen. Der vom NDR vorgesehene Sieger-Auftritt im ARD/ZDF-„Morgenmagazin“ am frühen Freitagmorgen musste entfallen, weil zwischen ihrem Bühnenabtritt am Donnerstag und dem nächsten öffentlichen Auftritt zwölf Stunden liegen müssen wie der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber nach der Show bei der Pressekonferenz erläuterte.

Erstmeldung, 7.50 Uhr

>>>Live Ticker zum Nachlesen<<<

Der Traum vom Euro-Vision-Songcontest ist zwar geplatzt. Trotzdem hat sich der Waginger Musiker Alex Diehl mehr als gut beim Vorentscheid am Abend geschlagen. Hinter der 17-jährigen Jamie-Lee Kriewitz hat er den zweiten Platz belegt. Seine Friedenshymne "Nur ein Lied" berührt immer noch Millionen Menschen.

Seine Mutter Lisa ist dennoch sehr stolz auf ihren Sohn. "Also ich glaube, dass es ihm gut dabei geht. Er hat immer gesagt: Ein zweiter Platz wäre super", sagte sie in einem Interview mit dem Sender Bayernwelle während des Public Viewings im Heimatort Waging. Noch dazu sieht sie positiv in die Zukunft: "Er hat jetzt ein Sprungbrett und wer weiß, was jetzt noch kommt?"

ESC-Vorentscheid in Köln

Seine Fans schwankten zwischen Freude und Enttäuschung. Auf Facebook schrieb ein User: "Oh nein, so nah dran! Bin jetzt richtig sauer, Mist!" Andere wiederum sahen das Ergebnis positiv: "Leute, ganz ehrlich, zweiter Platz vor Avantasia, die Wacken (Anm. der Redaktion: großes Festival) schon gespielt haben, ist ein richtig gutes Ergebnis!"

Andere Anhänger hätten den Waginger vor allem wegen der Botschaft des Liedes gerne beim Finale in Stockholm gesehen: "Gegen die Massen von Menschen, die die Wahrheit nicht sehen wollen, hatten wir keine Chance. Das wäre die Möglichkeit gewesen endlich mal ein Zeichen zu setzen. Gerade in der Zeit, die wir gerade alle hier im Land durchmachen und mit den Vorwürfen, mit denen wir uns rumschlagen müssen und und und. Aber war ihnen dann wohl "zu politisch"..."

mw/hs/fr/dpa

Quelle: chiemgau24.de

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