Unfall auf Tiroler Truppenübungsplatz

Abgestürzter Panzer: So geht es den Soldaten aus Bischofswiesen

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Wattenberg/Tirol - Zwei Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23, Bad Reichenhall, sind bei einer Truppenübung in Tirol rund 50 Meter mit einem Panzer abgestürzt. Beide Soldaten kommen aus Bischofswiesen.

UPDATE, 15.20 Uhr:

Die Verletzungen der beiden am Mittwoch mit einem leichten Kettenfahrzeug vom Typ "Wiesel" verunglückten Soldaten stellten sich im Krankenhaus als weniger schwer dar, als ursprünglich angenommen.

Während sich einer der Soldaten noch zur Beobachtung in einem Münchener Krankenhaus befindet, konnte der andere bereits wieder entlassen werden und befindet sich auf dem Weg zurück zum Truppenübungsplatz.

"Dass die Rettungskette unter den widrigen Wetterbedingungen bei Schneefall, Nebel und Dunkelheit so reibungslos funktionierte und die Truppe in der Lage war, die Soldaten mit eigenen Mitteln aus dem umgestürzten Panzer zu retten, zu versorgen und anschließend zu bergen, ist der hohen Expertise der Gebirgssoldaten, Heeresbergführer und Sanitätskräfte aus Deutschland und Österreich zu verdanken. Die hohe Qualität unserer Ausbildung hat sich erneut ausgezahlt", erklärte Brigadegeneral Alexander Sollfrank, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 vor Ort.

Nach kurzer Unterbrechung konnte die Brigadegefechtsübung "Edelweiss", bei der derzeit rund 1500 deutsche und österreichische Soldaten auf Übungsplätzen in Südbayern und Tirol gemeinsam trainieren, am Mittag fortgesetzt werden.

Pressemitteilung Bundeswehr

UPDATE, 10.30 Uhr: 

Die beiden verletzten Soldaten gehören der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall an und kommen aus Bischofswiesen.Das erklärt Hauptmann Zäch von der Gebirgsjägerbrigade 23, der vor Ort am Tiroler Truppenübungsplatz ist, gegenüber BGL24.de. 

Über den aktuellen Gesundheitszustand des 31-Jährigen hat Zäch jedoch noch keine Informationen aus dem Münchner Klinikum erhalten. 

Entgegen der Pressemeldung der Polizeiinspektion Wattens müsse der abgestürzte Panzer erst noch aus dem unwegsamen Gelände geborgen werden. Gegen Mittag werde die Bergung des Kettenfahrzeugs mittels eines militärischen Krans in Angriff genommen, so Hauptmann Zäch. 

Erstmeldung, 9 Uhr: Absturz  zweier Soldaten mit Panzer 

Am Mittwochabend, gegen 22.52 Uhr kam es im Zuge der groß angelegten Bundeswehrübung „Edelweiß“ im Sperrgebiet des Truppenübungsplatzes Wattener Lizum 6113 Wattenberg im Bereich Mölstal/Rossboden zum Absturz eines deutschen Kleinpanzers

Bei dem Unfall wurden zwei Soldaten der deutschen Bundeswehr verletzt. Sie gehören der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall, die sich derzeit zur deutsch-österreichischen Truppenübung „Edelweiss“ auf dem Übungsplatz befindet, an. Ein 24-jähriger Deutscher und Bundeswehrsoldat lenkte den Kleinpanzer, ein leichtes Kettenfahrzeug vom Typ „Wiesel“, auf dem Truppenübungsplatz Lizum-Walchen auf einem Fahrweg. Im Fahrzeug befand sich außerdem ein 31-jähriger Kamerad

Laut Angaben der Beteiligten sei der Lenker bei Nebel über den Fahrbahnrand hinaus geraten. Das Fahrzeug sei folglich die steile Böschung etwa 40 bis 50 Meter weit abgestürzt, habe sich dabei mehrmals überschlagen und sei am Dach liegend zum Stillstand gekommen. 

Aufgrund der Fahrzeugbeschaffenheit und der Endlage des Panzers sei es den Insassen nicht möglich gewesen, sich selbst aus dem Fahrzeug zu befreien. Das Fahrzeug musste mit einem militärischen Bergekran geborgen werden, erst dann konnten die beiden Soldaten aus dem Fahrzeug befreit werden. 

Beim Unfall erlitt der 24-Jährige leichte, der 31-jährige Beifahrer Verletzungen noch unbestimmten Grades. Der 24-Jährige wurde mit der Rettung in das BKH Hall gebracht, der Beifahrer wurde mit einem Notarzthubschrauber in die Klinik München-Großhadern geflogen. 

Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. 

Pressemeldung Polizeiinspektion Wattens/Gebirgsjägerbrigade 23

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Bundeswehr/Bienert

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