Kilometerlange Trauerschlange

Abschiedskorso: "Dennis bleibt unvergessen"

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Gedenken an der Unfallstelle: Nach einem Auto- und Motorradkorso vom Wohnort des Verunglückten zur Unfallstelle werden Kreuze am Straßenrand aufgestellt.

Unterreit – Stille Gedanken, der Blick nach oben. Emotionen, die verarbeitet wurden. Der Abschiedskorso zum Gedenken an den tödlich verunglückten Dennis zog weite Kreise. 200 Menschen beteiligten sich daran.

„Es ist uns ein Bedürfnis, Dennis hier die letzte Ehre zu erweisen“, waren sich die vielen Motorradfahrer einig. Dennis war nicht nur im Gemeindegebiet Unterreit beliebt und bekannt. Er hatte Motorradfreunde weit über die Gemeindegrenze hinaus.

Abschiedskorso für verunglückten Dennis

Beim Gedenkkorso am Sonntagnachmittag ging es heiß her. Die Temperaturen hoch, die Emotionen der Situation angepasst. Man tröstete sich gegenseitig und erinnerte an die schönen Zeiten mit dem lebenslustigen Dennis, der leidenschaftlich gerne Motorrad fuhr.

Von seinem Wohnort im Gemeindegebiet Unterreit bis zur Unfallstelle ging es viele Kilometer mit gemischten Gefühlen. Gesichert durch die Feuerwehren Elsbeth und Wang wurde der gut zwei Kilometer lange „Trauerzug“ durch drei Landkreise geleitet. An der Unfallstelle angekommen, gab es Musik, die den Tränen freien Lauf ließ.

See you again!

„Danke, dass Ihr uns in unserer Trauer nicht alleine lasst und wir gemeinsam ein Zeichen setzen“, hieß es von Dennis Vater, der den Auto- und Motorradkorso organisiert hatte. Deutlich mehr als einhundert Fahrzeuge nahmen an dem Zug teil, 200 Menschen waren aus den unterschiedlichsten Richtungen gekommen, um Dennis Geleit zu geben. 

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Tragisch: Die Markierungen und Spuren vom Unfallgeschehen sind noch auf der Fahrbahn deutlich zu erkennen.

Zeit für andächtige Minuten blieb, denn die Feuerwehren sperrten kurz die Strecke, damit Freunde, Familie und Weggefährten Dennis gedenken konnten.

Die Motoren heulten, die Anwesenden zeigten großen Gemeinschaftssinn. „Dennis würde es gefallen, er würde jetzt bestimmt lächeln, weil wir alle mächtig aufdrehen, nur für ihn“, kam es einem Freund über die Lippen. „Dennis mochte keine halben Sachen“, so weitere Motorradkumpels.

Nach einem schweren Motorradunfall verstarb der 18-Jährige einen Tag nach dem Zusammenstoß mit einem weiteren Motorradfahrer im Krankenhaus.

Viele aus der Region, die ebenfalls wie Dennis leidenschaftliche Motorradfans sind, zeigten sich gerührt. Es sei eine Selbstverständlichkeit, hier dabei zu sein, hieß es von vielen Trauernden. Bevor sich der Abschiedskorso auflöste, wurden Luftballons und letzte Grüße gen Himmel gelassen. Eine emotionale Gedenkreise für den verunglückten Dennis.

Quelle: innsalzach24.de

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