Wettertrend

Wirbelt ein Ex-Tropensturm die Wiesn durcheinander?

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München - Am Samstag startet das größte Volksfest der Welt - doch wird das Wetter auf der Wiesn mitmachen? Oder droht in Bayerns Landeshauptstadt der Ex-Tropensturm "Henri"?

Am Samstag, 19. September, startet das bekannteste und größte Volksfest der Welt: das Münchner Oktoberfest! Da hoffen nicht nur die Gastwirte auf freundliches Wetter, sondern auch die mehr als sieben Millionen Besucher.

Doch in diesen Tagen ist der Altweiber- oder Spätsommer vielfach in Gefahr, denn vom Atlantik hat uns der Ex-Tropensturm Henri erreicht und der hat ordentlich Zunder im Gepäck. Es brachte in den vergangenen 24 Stunden lokal bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter. Dazu gab es verbreitet starke Gewitter mit Sturmböen.

Im Südosten und Osten dagegen kletterten die Temperaturen am Mittwoch noch mal auf sommerliche Werte. So wurden in Dresden und Berlin 25 Grad gemessen, in der Region München waren es sogar satte 30 Grad im Schatten. Da stellt sich die Frage: hält sich die Wärme und der Sonnenschein in München auch am kommenden Wochenende?

Hier der aktuelle Wettertrend für das Münchner Oktoberfest:

Samstag, 19. September: Schauer, 5 Sonnenstunden, 19 Grad

Sonntag: viele Wolken, ab und zu Regen, 1 Sonnenstunde, 16 Grad

Montag: Schauer, 2 Sonnenstunden, 16 Grad

Dienstag: sonnig, 7 Sonnenstunden, 18 Grad

Mittwoch: sonnig, 8 Sonnenstunden, 19 Grad

Donnerstag: Sonne und Wolken, 4 Sonnenstunden, 18 Grad

Freitag: Sonne und Wolken, 5 Sonnenstunden, 19 Grad

Samstag, 26. September: wolkig, 4 Sonnenstunden, 21 Grad

Sonntag: Sonne und Wolken, 5 Sonnenstunden, 21 Grad

Montag: wolkig, 5 Sonnenstunden, 19 Grad

Dienstag: Sonne und Wolken, 5 Sonnenstunden, 22 Grad

Mittwoch: wolkig, 5 Sonnenstunden, 21 Grad

Donnerstag: Sonne und Wolken, 4 Sonnenstunden, 20 Grad

Freitag: wolkig, 5 Sonnenstunden, 20 Grad

Samstag, 3. Oktober: Sonne und Wolken, 5 Sonnenstunden, 20 Grad

Sonntag: wolkig, 6 Sonnenstunden, 21 Grad

Unter dem Strich also weitgehend trockenes Wiesnwetter. Lediglich am ersten Wochenende kann es regnen. Doch danach stellt sich überwiegend ruhiges Herbstwetter ein. Dabei scheint immer wieder die Sonne und es ist trocken.

Folgt dem wechselhaften Hitzesommer ein Sturmwinter?

Nachdem die zahllosen Hitzetage in diesem Sommer der Vergangenheit angehören, die Trockenheit aber ihre Spuren hinterlassen hat, stellt sich die Frage nach dem Winter. Wird der Winter ähnlich außergewöhnlich wie der Sommer?

Nach den Berechnungen des amerikanischen Langfristmodells CFS könnte der September der einzig leicht zu kühle Monat im Jahr 2015 werden. Der aktuellen Großwetterlage zufolge scheint dies durchaus plausibel, wird doch die Hitze weit in den Südosten Europas zurückgedrängt. Großräumig gesehen stellt sich die Atmosphäre nun eher in Richtung Frühherbst um.

„Nach einer ganzen Reihe von zu trockenen Monaten wächst für das Winterhalbjahr die Wahrscheinlichkeit für einen sehr feuchten Verlauf, um das Regendefizit zumindest teilweise auszugleichen. Es wäre nicht verwunderlich: die Natur gleicht irgendwann alles wieder aus“ sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net .

Dies ist aber nur möglich, wenn mit der Luft viel Feuchtigkeit herantransportiert wird. Demzufolge muss die Luft vom Atlantik kommen. Das geht gleichzeitig mit einem überdurchschnittlich milden Winter einher. Und genau diese Konstellation sehen die Berechnungen der Langfristmodelle aktuell voraus.

„Mit der unangefochtenen Dominanz westlicher Winde vom Atlantik ist außerdem eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit für Winterstürme und Hochwasser entlang der Flüsse verbunden“ fügt Meteorologe Udo Baum von wetter.net hinzu.

Bleibt also abzuwarten, ob sich während des Oktobers und Novembers eine solche massive Westwindwetterlage einstellt, die den Winter über weitgehend anhält und diesen verweht und wegspült. Weiteren Regen benötigt die Natur allemal. Skiliftbetreiber und Wintersportfans werden diesem möglichen Trend freilich wenig Sympathie entgegenbringen.

Pressemitteilung wetter.net

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