In der Nacht auf der A8 bei Weyarn:

Besoffener Schwede richtet Chaos auf A8 an

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Weyarn - Ein Schwede hat auf der A8 nicht nur einen Transporter "abgeschossen", sondern auch sonst eine Menge Chaos verursacht. Als die Polizei kam, stellte sich auch heraus, warum:

Am Mittwoch, 26. August, gegen 1.50 Uhr kam es auf der A8 in Fahrtrichtung München, kurz nach der Anschlussstelle Weyarn, zu einem heftigen Auffahrunfall. Die Mitteilungen über Notruf hörten sich nicht gut an. Demnach sollte ein Lkw umgefallen sein. Es seien mindestens acht Fahrzeuge am Unfall beteiligt, hieß es. Eine entsprechende Rettungskette wurde in Gang gesetzt.

An der Unfallstelle stellte sich heraus, dass ein 40-jähriger Kraftfahrer aus Österreich mit seinem Ford Transit auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war. Sein Fahrzeug wurde hinten links von einem Mercedes G-Klasse getroffen, der von einem 48-jährigen Schweden, der in München lebt und arbeitet, gesteuert wurde. Vom heftigen Aufschlag wurde der Ford nach vorne rechts katapultiert und fiel schließlich am rechten Fahrbahnrand um.

Schwede hatte fast drei Promille

Der Schwede krachte mit seinem Auto in die Mittelleitplanke. Vom Ford löste sich das unter dem Fahrzeug angebrachte Reserverad und blieb auf der Fahrbahn liegen. Mehrere nachfolgende Autofahrer fuhren über dieses Rad und beschädigten sich so ihre Fahrzeuge. Zwei dieser Fahrzeuge mussten sogar abgeschleppt werden. Dementsprechend sah es auf der Autobahn aus.

Die Unfallursache wurde dann um 2.20 Uhr schon etwas klarer. Der Schwede brachte es auf stolze 2,8 Promille beim Alko-Test. Er wurde mit Prellungen ins Krankenhaus Agatharied gebracht. Der Österreicher kam mit einem HWS davon und wurde auch ins Krankenhaus eingeliefert. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 50.000 Euro.

Die Autobahn in Richtung München war gegen 3.50 Uhr wieder komplett frei. Bis dahin war nur ein Fahrstreifen befahrbar. Zu größeren Behinderungen kam es aber nicht, da wenig Verkehr herrschte. Der Schwede wird nun längere Zeit nicht mehr in Deutschland Auto fahren dürfen. Der Führerschein wurde sichergestellt und eine Blutentnahme veranlasst.

Pressemeldung Autobahnpolizei Holzkirchen

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser