Schaden von 3000 Euro für Fischereiverein

Gülle in Kainbach geleitet! Erneut Fischsterben in Berchtesgaden

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Berchtesgaden - Der Fischereiverein betreibt eine Fischaufzuchtanlage, die mit Wasser des Kainbachs gespeist wird. Bereits zum wiederholten Mal kam es zum Fischsterben. Es wurde Anzeige erstattet.

Der Fischereiverein Berchtesgaden-Königssee e.V. betreibt in Berchtesgaden/Unterau eine Fischaufzuchtanlage, die mit dem Wasser des Kainbaches gespeist wird. Wiederholt kam es in den vergangenen Jahren in der Anlage zu Fischsterben, wovon insbesondere die seltenen und sensiblen Seesaiblinge betroffen waren. Am 30.08.2016 verendeten erneut Seesaiblinge in größerer Anzahl im Alter von einem halben Jahr und eineinhalb Jahren in den Aufzuchtbecken der Fischaufzuchtanlage. Der Fischereiverein beziffert den jetzt entstandenen Schaden mit etwa 3000 Euro. Es wurde Anzeige wegen Gewässerverunreinigung nach §324 StGB erstattet.

Durch den Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. wurden deshalb Wasserproben ausgewertet. Diese erbrachten im Ergebnis eine sehr hohe Keimbelastung, verursacht durch Jauche. Eine unmittelbare Schad- oder Einleitungsstelle konnte aufgrund der Länge und begrenzten Zugänglichkeit des Kainbaches und seiner Zuläufe nicht festgestellt werden.

In diesem Zusammenhang werden die Landwirte erneut darauf hingewiesen, nur im Sinne der geltenden Gülleverordnung zu düngen. Das bedeutet, dass bei der Ausbringung ein Abstand von mindestens drei Metern zu offenen Gewässern einzuhalten ist. Ein Abschwemmen in oberirdische Gewässer ist zu vermeiden. Außerdem dürfen die Nährstoffe nicht ausgebracht werden, wenn der Boden wassergesättigt, überschwemmt, tiefgefroren oder schneebedeckt ist.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Berchtesgaden

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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