Schnee und Glätte

Wintereinbruch in Teilen Bayerns sorgt für viele Unfälle

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In Teilen Bayerns gab es am Montag Schnee und Glätte.

Nürnberg - Wegen Schnee und Glätte in weiten Teilen von Franken und Niederbayern hat es am Montag mehrere Male auf den Straßen gekracht. Einige Menschen wurden einer ersten Bilanz der Polizei zufolge verletzt.

Schnee und Glätte vor allem in Franken und Niederbayern haben am Montag zu vielen Verkehrsunfällen geführt. Mehrere Menschen wurden nach Polizeiangaben dabei verletzt. Allein in Niederbayern ereigneten sich bis zum frühen Nachmittag 105 witterungsbedingte Verkehrsunfälle - bei 23 davon gab es Verletzte.

Eine 19-Jährige geriet in Oberfranken im Landkreis Lichtenfels wegen Glätte mit ihrem Wagen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen. Auf der Autobahn 73 bei Hirschaid (Landkreis Bamberg) kam ein 46 Jahre alter Sattelzugfahrer auf der schneebedeckten Fahrbahn nach rechts ab. Der mit etwa fünf Tonnen Kartonagen beladene Brummi fuhr eine Böschung hoch, kippte auf die linke Seite und blieb schließlich quer über die beiden Fahrbahnen liegen. Der Fahrer blieb unverletzt. Am Sattelzug entstand Totalschaden.

Auf einer Bundesstraße bei Nürnberg-Boxdorf kippte ein Lkw samt Anhänger um. Die Ladung, zwölf Tonnen Metallspäne, verteilte sich über die Fahrbahn. „Ob es sich um einen Fahrfehler handelte oder die Glätte schuld an dem Unfall war, blieb unklar“, sagte ein Polizeisprecher. In Mittelfranken zählte die Einsatzzentrale der Polizei insgesamt 100 Blechschäden.

Lange wird es den Schnee nicht geben

In Unterfranken kam auf der Autobahn 3 bei Weibersbrunn (Landkreis Aschaffenburg) ein mit Lebensmitteln beladener Sattelzug wegen winterlicher Straßenverhältnisse ins Schleudern. Der Lkw kippte auf die linke Seite und blieb entgegen der Fahrtrichtung liegen. Der Fahrer kam leicht verletzt in ein Krankenhaus. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Würzburg stundenlang gesperrt. Die Höhe des entstandenen Schadens liegt bei mehreren Zehntausend Euro.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fielen in Franken am Montag sechs bis neun Zentimeter Schnee, dagegen blieben die Täler im Voralpenraum und den Skigebieten Oberstdorf und Garmisch überwiegend grün. Ein Hochdruckgebiet über Osteuropa habe kalte Luft nach Franken geschaufelt, erläuterte der Meteorologe Michael Leistert. Dagegen habe das Tiefdruckgebiet „Helmut“ über den Britischen Inseln wärmere Luftmassen nach Schwaben und ins Allgäu transportiert. Deshalb sei das Wetter in Bayern derzeit zweigeteilt. „Die Temperaturen gehen in ganz Bayern aber bis Ende der Woche wieder leicht nach oben, vom Schnee wird deshalb bald nicht mehr viel zu sehen sein“, sagte der Experte. Bis diesen Mittwoch kann es laut Leistert vor allem in Franken immer mal wieder zu Schneefall kommen.

dpa

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