Über 400 Todesopfer nach Erdbeben

"Wir müssen etwas tun!" Traunreuter helfen Ecuador

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Norbert und Carmen Wolff aus Traunreut.

Traunreut - Norbert Wolff und seine ecuadorianische Frau Carmen sind schockiert: Schon über 400 Tote nach dem Erdbeben im Andenstaat. Die beiden wollen nun handeln.

Zuerst wurde "nur" von 28 Toten berichtet, inzwischen stieg die Zahl auf über 400: Am Samstag erschütterte ein verheerendes Erdbeben die Pazifikküste Ecuadors. "Als wir die Radionachrichten hörten waren wir schockiert", so Norbert Wolff. Er lebt mit seiner Frau Carmen in Traunreut, sie ist gebürtig aus Ecuador. Nun wollen die beiden helfen.

Bei Carmens Verwandschaft fielen Gegenstände aus dem Schrank

"Wir setzten uns per Skype sofort mit den Verwandten meiner Frau in Verbindung. Zum Glück war keinem der Angehörigen etwas passiert", so Norbert Wolff. Carmens Verwandtschaft lebt im ecuadorianischen Hochland, in der Ambato und der Hauptstadt Quito - rund 200 Kilometer von der Küste entfernt. Vor allem die dortige Stadt Pedernales traf es heftig: Die 55.000-Einwohner-Stadt wurde größtenteils zerstört, rund ein Drittel der Toten stammt von dort.

Doch auch die Angehörigen von Carmen Wolff berichteten von Gegenständen, die in Quito aus dem Schrank geworfen wurden.Die meisten der Katastrophenorte kennt sie persönlich: In der stark betroffenen Stadt Esmeraldas waren Norbert und Carmen Wolff schon im Urlaub. 

"Wir müssen etwas tun"

"Wir müssen etwas tun, um meinen Landsleuten zu helfen", ist Carmen Wolff der Meinung -zu einem anderen Urteil konnte sie nach den Telefonaten mit der Verwandtschaft in Ecuador nicht kommen. "Ihr ist sehr bewusst, dass es sie oder andere Verwandte hätte treffen können, denn die Pazifikküste gehört zu den beliebten Urlaubsregionen des Landes", so Norbert Wolff. 

Hier kann geholfen werden

Die beiden Traunreuter bitten nun darum, eine Spendenaktion zu unterstützen: Der Verein "Don Bosco Mondo" der Salesianer engagiert sich bereits seit Längerem bei Hilfsprojekten in Ecuador. Bisher stand die Berufsausbildung für benachteiligte Jugendliche im Fokus ihrer Arbeit - nun werden Spenden für die Erdbebenopfer gesammelt. "Wir haben beide früher selbst für den Verein gearbeitet und wissen, dass das Geld in der Unglücksregion ankommt", so Norbert Wolff.

Die IBAN des Spendenkontos von "Don Bosco Mondo" lautet "DE10 3706 0193 3040 5060 70", BIC: GENODED1PAX. Vermerkt werden soll der Hinweis "Ecuadorhilfe Traunreut". Bei weiteren Fragen kann Norbert Wolff unter seiner Handynummer 0174/4538954 auch persönlich kontaktiert werden.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser