Verhafteter Bürgermeister

Gemeindeverwaltung hat Untreue aufgedeckt

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Zapfendorf - Matthias Schneiderbanger, der Bürgermeister von Zapfendorf, soll fast 300.000 Euro veruntreut haben. Die Unstimmigkeiten hat die Gemeindeverwaltung bemerkt.

Die Untreuevorwürfe gegen Matthias Schneiderbanger (CSU),  Bürgermeister der der oberfränkischen Gemeinde Zapfendorf, sind durch Prüfungen der Gemeindeverwaltung ans Licht gekommen. Ende vergangener Woche seien den Mitarbeitern Unstimmigkeiten bei Buchungsvorgängen aus dem Zeitraum der Jahre 2013 und 2014 aufgefallen, teilte der zweite Bürgermeister Siegfried Bauer mit. Er hatte auch am Donnerstagabend in einer Sitzung des Marktgemeinderats eine Stellungnahme abgegeben. Etwa 200 Bürger waren dazu ins Rathaus gekommen.

Bauer erklärte, dass er wegen der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hof keine Details nennen könne. Am Dienstag war Schneiderbanger festgenommen worden, inzwischen liegt auch ein Haftbefehl gegen ihn vor. Laut Staatsanwaltschaft hatte der 37-Jährige eingeräumt, sich durch manipulierte Buchungen 279 500 Euro aus dem Vermögen der Gemeinde angeeignet zu haben. Vor seiner Wahl zum Rathauschef im Frühjahr 2014 war Schneiderbanger bereits in der Verwaltung der Gemeinde tätig - unter anderem im Kassenwesen.

Am Montag hatte die Gemeinde Anzeige bei der Kripo Bamberg erstattet und zudem das Landratsamt Bamberg als Rechtsaufsichtsbehörde eingeschaltet. Das Landratsamt wollte sich zu dem Thema nicht äußern. Für disziplinarrechtliche Schritte sei die Landesanwaltschaft verantwortlich, hieß es.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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