Traunstein - Die Diskussion um den Auftritt des Sängers "Sizzla" aus Jamaika beim Chiemsee Reggae Summer (CRS) geht mit unverminderter Schärfe weiter. Die Grünen rufen sogar zum Boykott auf!

© dpa
Sizzla.
Am Mittwochabend informierte die Münchner Grünen-Stadträtin Lydia Dietrich im Café "Lenz" über die Position der Grünen, die zum Boykott des Festivals vom 27. bis 29. August in Übersee aufrufen.
Die Stadträtin wies auf der Veranstaltung der Kreis-Grünen darauf hin, dass der jamaikanische Sänger für "Aufrufe zum Mord an Lesben und Schwule, Bisexuellen und Transgender-Personen" bekannt sei und nannte exemplarisch das Lied "All battymann fi dead". In seiner Heimat sei in der Kultur des Landes die Homophobie weit verankert und ein Ausdruck des Protestes gegen den Westen, der sich in den letzten Jahren deutlich radikalisiert habe. Es habe "Pogrome" gegen Lesben und Schwule gegeben, aber: "In einem demokratischen Land und auch von unserer Geschichte her können solche Aussagen nicht hingenommen werden."
In der Diskussion sagte Walter Huber von der Kripo Traunstein, die mögliche Vorgehensweise gegen Hasssänger sei mit der Staatsanwaltschaft Traunstein klar abgestimmt worden. Zugleich sehe man mögliche Boykottaktionen während des Auftritts von "Sizzla" kritisch, da dies zu Auseinandersetzungen unter den Reggae-Fans führen könnte. Huber: "Davor warne ich."
wz/Chiemgau-Zeitung



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