Königsbrunn - Selbst die kühnsten Optimisten unter den Anhängern des EHC Waldkraiburg dürfen ihre Träumereien und Rechenspiele beenden: Die Eislöwen haben in Königsbrunn mit 3:5 verloren!

© czw
Alex Piskunov erlitt eine schwere Augenverletzung.
Die "Löwen" haben am Freitagabend ihre Auswärtspartie in Königsbrunn mit 3:5 knapp verloren und können damit nicht mehr unter die ersten acht der Tabelle rutschen.
Bei vielen Spielen in dieser Bayernligasaison konnte der Zuschauer den Eindruck haben, er habe ein Déjà vu - ähnelten sich die Partien vom Spielverlauf her. Genauso verhielt es sich auch bei den "Pinguinen" in Königsbrunn: Wieder hatte man eine frühe Führung verspielt, wieder haben individuelle unnötige und unverständliche Fehler zu Gegentoren geführt, wieder fiel die Entscheidung erst in den Schlussminuten, wieder hat man einen Spieler verletzungsbedingt verloren.
Doch der Reihe nach: Bereits beim ersten Wechsel in der ersten Spielminute hatte EHC-Trainer Jan Smolko den nächsten verletzungsbedingten Ausfall zu beklagen. Ein Gegenspieler stieß nach einem Bully mit seinem Schläger unter das Helmvisier von "Löwen"-Stürmer Alex Piskunov, der 32-Jährige zog sich dabei eine Schnittverletzung oberhalb und unterhalb des Auges zu und musste ins Krankenhaus nach Augsburg gebracht werden, wo er auch die gesamte Nacht verbrachte. Dass Piskunov in dieser Saison zurückkehren wird, ist eher unwahrscheinlich, wie es für die Zukunft aussieht, ist ebenso ungewiss, denn auch das Auge des Deutsch-Kasachen selbst wurde schwer verletzt und er konnte damit nichts mehr sehen. Eine Strafe gab es für diesen definitiv zu hohen Stock übrigens nicht.
Alexander Schrödinger brachte die Löwen in ihrer ersten Überzahl schließlich mit 1:0 in Führung (14:24), Piskunovs Bruder Sergej sorgte mit einer verständlicherweise gehörigen Portion Wut im Bauch für das 2:0 für die Gäste (18:37). Königsbrunns Trainer Petr Vorisek nahm in der Folge seine Auszeit und brachte seinen Pinguin-Tross wieder auf Kurs. Mit Erfolg, denn 36 Sekunden vor der ersten Pause traf Patrick Ullmann zum 1:2-Anschlusstreffer (19:24).
Im zweiten Drittel war es dann ein Spiel auf Augenhöhe, wobei den Löwen die Sorge um ihren Mitspieler sichtlich anzumerken war. Michael Polaczek nutzte diese Unsicherheit und bescherte den Hausherren nach gut 28 Minuten den 2:2-Ausgleich (28:17).
Waldkraiburgs Trainer Jan Smolko riskierte jetzt natürlich alles, nahm nach seiner Auszeit in der Schlussminute Keeper Scharnagl vom Eis und ersetzte ihn durch einen sechsten Feldspieler. Doch anstelle des Ausgleichs fiel die Entscheidung für Königsbrunn: David Vycichlo traf ins leere Tor und sorgte so, natürlich auf Zuspiel von Zimmermann, für den 5:3-Endstand (59:45). Königsbrunn schaffte damit erstmals seit sieben Jahren den Einzug in die Aufstiegsrunde, Aufsteiger Waldkraiburg spielt definitiv gegen den Abstieg- allen Träumereien und Rechenspielen zum Trotz. Statistik
ESV Königsbrunn : EHC Waldkraiburg 5:3 (1:2/1:0/ 3:1).
Tore: 0:1 14:24 Schrödinger A. (Ferstl O., Loboda J.), 0:2 18:37 Piskunov S., 1:2 19:24 Ullmann P. (Heichele M., Mayer F.), 2:2 28:17 Polaczek M. (Vycichlo D., Zimmermann P.), 3:3 54:44 Hämmerle D. (Loboda J.), 3:3 55:40 Zimmermann P., 4:3 57:17 Zimmermann P. (Polaczek M., Streicher M.), 5:3 59:45 Vycichlo D. (Zimmermann P., Waldhausen M.).
Strafen: ESV Königsbrunn 12 Strafminuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe (Fadrny J.), EHC Waldkraiburg 8 Strafminuten.
Zuschauer: 207
göß/Waldkraiburger Nachrichten



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