Antibiotika können lebenswichtig sein, doch ein Wundermittel sind sie kaum. Laut einer aktuellen Studie schlucken viele deutsche Kindern häufiger Antibiotika als Erwachsene.

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Ärzte verordnen Kindern in Deutschland deutlich häufiger Antibiotika als Erwachsenen.
„Bei nicht eitrigen Mittelohrentzündungen, bei denen Antibiotika laut Leitlinien nur in Ausnahmefällen angezeigt sind, verordneten 33 Prozent der Hausärzte Antibiotika, aber nur 17 Prozent der Kinderärzte und 9 Prozent der HNO-Ärzte“, erläuterte Stefan Etgeton, Gesundheitsexperte bei der Bertelsmann Stiftung. „Bei Lungenentzündung, wo die Verordnung von Antibiotika angezeigt ist, waren es 80 Prozent der Kinderärzte, aber nur 66 Prozent der Hausärzte.“
Der Bertelsmann-Studie zufolge verordnen deutsche Ärzte Antibiotika deutlich häufiger Kindern als Erwachsenen. Bundesweit werde jedem zweiten Kind zwischen drei und sechs Jahren mindestens ein Antibiotikum pro Jahr verschrieben - deutlich mehr als Erwachsenen. Grundlage der repräsentativen Studie bildeten die Patientendaten einer großen Krankenversicherung.
dpa



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