"De Flönz es god": Kölner Blutwurst ist nun geschützt

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Die Kölner Blutwurst Flönz wird im rheinischen Traditionsgericht "Himmel un Ääd" und als "Kölscher Kaviar" serviert. Foto: Oliver Berg

Die Kölner Flönz ist jetzt ein geschützes Gut: Die Europäische Kommission hat die traditionelle Blutwurst mit dem EU-Gütezeichen "geschützte geografische Angabe" ausgestattet.

Köln (dpa) - Die Kölner Blutwurst, von den Domstädtern vor allem "Flönz" genannt, muss künftig auch aus Köln stammen - zumindest zum Teil. Die Europäische Kommission hat das EU-Gütezeichen "geschützte geografische Angabe" für das traditionelle Gericht vergeben.

Für das Gütezeichen muss mindestens eine der Produktionsstufen - also Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung - im Herkunftsgebiet durchlaufen werden. Nach EU-Angaben besitzen derzeit rund 1350 Produkte die Auszeichnung, darunter Bayerische Brezn, Allgäuer Bergkäse und Nürnberger Rostbratwürste. Im Raum Köln sind bereits das Kölsch und der Bornheimer Spargel geschützt.

Die rotbraune Flönz kommt unter anderem zum rheinischen Traditionsgericht "Himmel un Ääd" und als "Kölscher Kaviar" auf den Tisch. Sie wird in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf gleichermaßen geschätzt. Mit ihren kleinen weißen Speckstückchen bieten sie Metzgereien meist in einer Ringform an. Immer wieder wird die Wurst auch besungen, unter anderem in einem Mundartlied, in dem es heißt "De Haupsaach es, de Flönz es god!".

EU-Gütesiegel zu geografischen Angaben

EU-Mitteilung Flönz

PM Regionalvertretung EU zu Flönz

Informationen und Details zum Gütesiegel

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