Elektrisch rauchen: So funktioniert die E-Zigarette

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Bereits 2006 kam die erste E-Zigarette in den deutschen Handel. Lange waren die Konsumenten misstrauisch, aber jetzt wird der batteriebetriebene Glimmstängel langsam auch in Deutschland populär. Immer mehr Raucher steigen von der echten auf die elektronische Zigarette um.

Eine elektronische Zigarette verdampft Flüssigkeit

Viele Geräte imitieren eine echte Zigarette so detailgetreu wie möglich. Eine solche E-Zigarette ist ungefähr so groß wie ein herkömmlicher Glimmstängel und besteht aus einem längeren, weißen Abschnitt, einem orangefarbenen Mundstück und einem Glühlämpchen an der Spitze. Manche Hersteller produzieren aber auch deutlich größere Geräte und setzen auf futuristische Designs, die ein wenig an die Zigarettenspitzen der 20er Jahre erinnern.

Jede elektronische Zigarette besteht aus einem Akku – untergebracht im weißen Teil der Imitate – und einem Depot im orangen Teil, das mit Flüssigkeit gefüllt wird. Zieht der Raucher an der E-Zigarette, wird die Flüssigkeit durch den Kapillareffekt in die Verdampfereinheit, den sogenannten Atomizer, geleitet. Diese befindet sich zwischen Akku und Depot und wandelt über winzige Heizdrähte die Flüssigkeit in den Dampf um, den der Raucher inhaliert. Gleichzeitig wird durch den Sog die LED-Lampe an der Spitze der E-Zigarette aktiviert, die die Glut simuliert. Dadurch entsteht auch mit einer E-Zigarette das typische Rauch-Gefühl. Mit einer Verbrennung wie in einer herkömmlichen Zigarette haben die elektronische Zigarette und ihre Technik zur Dampfbildung allerdings nichts zu tun.

Elektronische Zigarette: Aufladen statt Wegwerfen

Wie lange eine elektronische Zigarette am Stück benutzt werden kann, hängt von der Haltbarkeit des Akkus ab. Diese richtet sich danach, wie oft der Raucher am Gerät zieht. Eine kleine E-Zigarette, die in Größe und Optik einer normalen Zigarette gleicht, hat meist einen kleinen Akku und muss häufig über ein Ladegerät aufgeladen werden. Zum Vergleich: Geht man bei einer Tabak-Zigarette von durchschnittlich etwa zwölf Zügen aus, reicht eine kleine elektronische Zigarette in etwa so lange wie zehn bis 15 herkömmliche Zigaretten. Größere Modelle verfügen meistens über leistungsstärkere Akkus und bieten zum Teil deutlich längere Laufzeiten. Wie lange welcher Akku hält, hängt aber auch davon ab, wie tief der Raucher gewöhnlich an der E-Zigarette zieht.

Geschmack und Nikotin nach Wahl

Das Liquid im Depot der E-Zigarette ist entweder geschmacksneutral oder enthält beliebige Aroma-Stoffe, die der Raucher aus unzähligen verschiedenen Sorten wählt. Die Händler bieten Frucht-, Gewürz-, Tabak- oder sonstige Aromen. Ob das Liquid Nikotin enthält und wie hoch die Konzentration ist, bleibt dem Raucher überlassen. Ist das Depot leer, füllt man es selbst wieder auf oder kauft fertig gefüllte Aroma-Depots, die man in die elektronische Zigarette einsetzt.

E-Zigarette: Ohne Verbrennung kein Teer

Ob und wie sich eine E-Zigarette auf die Gesundheit auswirkt, ist derzeit nicht klar. Sicher ist: Nikotin ist ein Nervengift und nicht gesund für den Körper – egal, ob es durch eine normale oder eine elektronische Zigarette aufgenommen wird. Trotzdem hat der elektronische Glimmstängel einen entscheidenden Vorteil: In dem Gerät findet keine Verbrennung, sondern lediglich eine Verdampfung statt. So entsteht kein Teer, den der Raucher einer herkömmlichen Zigarette einatmet.

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