Bluthochdruck: Jeder zweite über 60 hat's

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Rosenheim - Gesunder Lebensstil - Gesunder Blutdruck: Unter diesem Motto soll die Bevölkerung am Welt-Hypertonietag auf Bluthochdruck aufmerksam gemacht werden:

Der Welt Hypertonie Tag am 17. Mai steht unter dem Motto „Gesunder Lebensstil - Gesunder Blutdruck“. Damit rückt die diesjährige Kampagne die natürliche Blutdrucksenkung, vor allem aber die Vermeidung von Bluthochdruck in den Mittelpunkt. Denn aufgrund mangelnder Bewegung und falscher Ernährung steigt die Zahl der Menschen mit Übergewicht stetig, bestimmen Stress und Hektik zunehmend Berufsleben und Alltag.

Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine Volkskrankheit, denn 20 Millionen Deutsche leiden an Bluthochdruck. Jeder Zweite über 60 Jahre ist davon betroffen, aber auch bei Jüngeren nimmt die Erkrankungsrate zu. Hohen Blutdruck spürt man häufig nicht. Er verursacht über lange Zeit keine Beschwerden, hat aber unbehandelt gravierende Folgen. „Die Erkrankung wird häufig erst spät entdeckt und leider nur in einem Viertel aller Fälle behandelt“, so Prof. Dr. Werner Moshage, Chefarzt der Kardiologischen Abteilung im Klinikum Traunstein und in der Kreisklinik Bad Reichenhall. Bluthochdruck gilt als wichtigster Risikofaktor für Schlaganfall, Herz- und Gefäßkrankheiten.

„Vor allem aber schädigt hoher Blutdruck die Nieren und bewirkt unbehandelt eine Entstehung oder Verschlechterung einer Niereninsuffizienz bis hin zum völligen Nierenversagen und die Notwendigkeit einer Dialysebehandlung“, erklärt Prof. Dr. Helga Frank, Chefärztin der Nephrologie im Klinikum Traunstein. Die Nieren spielen ihren Worten zufolge eine zentrale Rolle in der Steuerung des Blutdrucks, da Nierenerkrankungen unabhängig von der Ursache sehr häufig zum Entstehen von Bluthochdruck führen.

Die Prävention von Bluthochdruck ist daher besonders wichtig: Dabei geht es um die Vermeidung (Vorbeugung), die rechtzeitige Diagnose (Früherkennung) und Behandlung. Daher steht das rechtzeitige Erkennen von erhöhtem Blutdruck im Vordergrund. „Nutzen Sie die Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Arzt“, raten deshalb Prof. Dr. Frank und Prof. Dr. Moshage. Daneben seien häusliche Selbstmessungen des Blutdrucks eine wichtige Ergänzung.

Für ein Leben ohne Bluthochdruck gibt es bestimmte Regeln für einen gesunden Lebensstil wie eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Vollkorn- und Magermilchprodukten, wenig rotem Fleisch, Salz und Zucker sowie tägliche Bewegung oder wöchentlicher Ausdauersport. Durch mehr Bewegung könnten laut Prof. Dr. Moshage beispielsweise neu von zehn Schlaganfällen verhindert werden.

Haben Sie Fragen zum Bluthochdruck, können Sie am Freitag den 18. Mai zwischen 12 und 15 Uhr an der eigens geschalteten Hotline 0861 705-1005 anrufen. Prof. Dr. Helga Frank beantwortet gerne Ihre Fragen.

Pressemitteilung Kliniken Südostbayern AG

Rubriklistenbild: © Kliniken Südostbayern AG

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