Fortschritte bei der Behandlung von Lungenerkrankungen

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Die Referenten des 6. Rosenheimer Pneumologietages v.l.n.r.: Dr. Carsten Helbig (niedergelassener Pneumologe / Allergologe), Dr. Stephan Kaldune (Ärztlicher Leiter Pneumologische Onkologie der Medizinischen Klinik III), Priv.-Doz. Dr. Stephan Budweiser (Chefarzt der Medizinischen Klinik III), Priv.-Doz. Dr. Hanno Leuchte (Chefarzt der 2. Medizinischen Abteilung, Krankenhaus Neuwittelsbach München), Dr. Thomas Unterweger (Nephrologe, Medizinische Klinik III) und Dr. Georg Lueg (Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik III)

Rosenheim - Erkrankungen der Atemwege und der Lunge nehmen weltweit stark zu. Im KU'KO fand nun der 6. Rosenheimer Pneumologietag statt - die größte regionale medizinische Fachtagung für Lungenheilkunde.

Erfreulicherweise gibt es zahlreiche neue Behandlungsmöglichkeiten, wie auf dem diesjährigen, mittlerweile 6. Pneumologietag im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim dargestellt wurde. Alljährlich treffen sich bei dieser größten Fachtagung für Lungenheilkunde in der Region Rosenheim über 80 Mediziner, darunter vor allem Allgemeinärzte, Internisten und Lungenspezialisten zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

Eine der häufigsten internistischen Erkrankungen überhaupt ist die sogenannte chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), die mittlerweile etwa jeden 10. Bundesbürger über dem 40. Lebensjahr betrifft. Für diese Erkrankungen wurden nicht nur neue international gültige Behandlungs- und Therapieempfehlungen publiziert, sondern auch ganz aktuell neue Medikamente zur Behandlung der Atemwegseinengung, die häufig zu Husten und Belastungsatemnot führen, zugelassen. „In den nächsten Jahren werden uns darüber hinaus zahlreiche weitere Medikamente zur Verfügung stehen“, so der Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Stephan Budweiser der die Veranstaltung zusammen mit dem leitenden Oberarzt der Medizinischen Klinik III – Fachbereich Pneumologie - Dr. Georg Lueg zusammen organisierte und leitete.

Zudem wurden vielversprechende endoskopische Verfahren, die bei der schweren chronisch- obstruktiven Lungenerkrankung und Lungenemphysem vielen Patienten eine deutliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit, der Atemnot sowie der Lebensqualität erbringen, dargestellt. Die Veranstalter informierten und präsentierten auch die eigenen guten Erfahrungen am RoMed Klinikum Rosenheim speziell mit der sogenannten Ventilimplantation zur Verkleinerung des Lungenvolumens.

Vorgestellt wurden ebenso neue Medikamente zur Behandlung der Lungenembolie, die unmittelbar vor der Zulassung stehen. Die teils überregional eingeladenen Referenten stellten darüber hinaus die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet des Lungenhochdrucks, der Schlafapnoe, der Lungentuberkulose, des Asthma bronchiale und der Lungenfibrose (Erkrankungen des Lungengewebes) vor. Zudem wurden sogenannte „Systemerkrankungen“ besprochen, die neben der Lunge oft auch andere Organe wie z. B. die Niere betreffen und dann von den jeweiligen Spezialisten in enger Kooperation behandelt werden müssen.

Große Fortschritte ergeben sich derzeit bei der Behandlung des Lungenkrebses, welche am RoMed Klinikum Rosenheim im zertifizierten onkologischen Zentrum fachübergreifend besprochen und therapiert werden. Aufgrund der modernen Medikamente und Verfahren, die speziell auf jeden Patienten zugeschnitten werden (sogenannte individualisierte Therapie), profitieren davon besonders auch ältere Patienten oder diejenigen mit schon fortgeschrittener Lungenkrebserkrankung.

Der Pneumologietag ist einer der wichtigsten und größten Veranstaltungen für Lungenheilkunde im südbayerischen Raum. Diese Veranstaltung trägt insbesondere auch dazu bei die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu intensivieren und die Versorgung der gemeinsamen Patienten weiter zu optimieren.

Pressemitteilung RoMed Kliniken

 

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