Was muss ich beim Baden beachten?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Landkreis - Derzeit hat uns der Sommer fest im Griff. Viele gehen daher ins Freibad oder an den See. Wenn man einige Regeln beachtet, steht dem Spaß auch nichts im Weg!

Es passierte vor wenigen Wochen im Trostberger Schwimmbad: Ein vierjähriger Bub klammerte sich im Nichtschwimmer-Becken panisch an den Hals seiner Schwester, weil er plötzlich unterging. Das Mädchen konnte zwar schwimmen, jedoch war der Würgegriff des Bruders zu stark und auch sie wurde unter Wasser gezogen. Im letzten Moment sprang der Vater ins Becken und zog seine Kinder aus dem Wasser. Mitglieder der Wasserwacht eilten sofort herbei und untersuchten die Kinder. Sie hatten Glück im Unglück, denn außer leichte Würgemale am Hals und Wasser im Bauch war das Mädchen unverletzt und auch der kleine Bub kam mit dem Schrecken davon. Da solche Beispiele sehr häufig passieren, erinnert die Traunsteiner Kreiswasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) an wichtige Regeln für groß und klein.

Die wichtigsten Regeln und Hinweise:

1. Seepferdchen & Co schützen nicht vor dem Ertinken!

2. Geben sie ihren Kindern eigene Regeln vor:

a) z.B. keine anderen Kinder im Wasser schubsen, untertauchen etc.!

b) z.B. nicht durch Wasserpflanzen,oder in der Nähe von Booten schwimmen!

c) z.B. Abstand von Brücken, Buhnen oder technische Anlagen halten!

d) z.B. keinen Sprung ins trübe Wasser, von Brücken oder Felsen!

3. Nicht mit vollem Bauch,oder unter Alkoholeinfluss schwimmen!

4. Niemals ohne  Abkühlung ins Wasser springen

5. Längere Strecken immer mit Partner schwimmen  

„Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste Todesursache“, mahnt der Vorsitzende der Kreiswasserwacht, Hans-Michael Weisky. „Immer weniger Kinder können richtig schwimmen - das ist für uns Wasserwachtler das größte Problem. Wenn ein neun- bis zehnjähriges Kind nicht sicher schwimmen kann - also auf dem Niveau des Jugendschwimmabzeichens - spätestens dann sollten Eltern aktiv werden und selbst mit dem Kind üben oder besser einen Schwimmkurs besuchen." Viele Ortsgruppen der Wasserwacht im Landkreis bieten solche Kurse an, so Weisky.

"Eltern dürfen am Wasser spielende Kinder, die nicht sicher schwimmen können, keinen Augenblick aus den Augen lassen." Das gelte auch, wenn das Gewässer durch Wasserretter abgesichert ist. Denn Wasser ziehe Kinder magisch an und nur ein Moment der Achtlosigkeit könne fatale Folgen haben. "Ein Kind, das nicht schwimmen kann, geht im Wasser unter wie ein Stein. Auch Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen sind keine Rundumsorglos-Lösung. Sie helfen beim Schwimmenlernen, schützen aber nicht zuverlässig vor dem Ertrinken." Eltern sollten sich bei der Aufsicht abwechseln, um selbst auch entspannen zu können.

Pressemeldung Bayerisches Rotes Kreuz

Zurück zur Übersicht: Gesundheit

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser