Notfallnummern: 112 oder 116 117?

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Seit zwei Wochen gibt es die Nummer 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst. In Notfällen gilt weiterhin die 112.

Landkreis - Seit zwei Wochen gibt es die neue bundesweite Nummer 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Doch wann wählt man diese Nummer und wann den Notruf?

"Die Nummer 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst wählt man am Wochenende oder nachts bei Beschwerden wie erhöhtem Fieber, mit denen man sonst zum Hausarzt gehen würde. Bei einer lebensbedrohlichen Situation, wie einem Herzinfarkt oder bei einer stark blutende Wunde, muss man unbedingt die 112 für den Rettungsdienst anrufen", erklärt Thomas Fuchs Erste-Hilfe-Ausbildungsleiter bei den Johannitern in Wasserburg.

"Es ist enorm hilfreich, wenn ein Laie einschätzen kann, wie schwerwiegend eine Verletzung oder Erkrankung ist und dementsprechend einen Arzt unter 116 117 benachrichtigen oder den Rettungsdienst unter 112 verständigen kann. Um zu lernen, in welchen Situationen der Rettungsdienst verständigt wird und was dabei zu beachten ist, sollte ein Erste-Hilfe-Kurs besucht werden. Auch lebensrettende Sofortmaßnahmen wie die stabile Seitenlage oder die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die jeder Ersthelfer beherrschen sollte, werden dort gelehrt. Jeder sollte seine Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre auffrischen."

Die neue Nummer 116 117 hilft, wenn außerhalb der Praxisöffnungszeiten schnelle ambulante Hilfe benötigt wird. Dann muss nicht mehr nach der Telefonnummer des zuständigen Bereitschaftsarztes vor Ort gesucht werden. So wird der Patient direkt an den ärztlichen Bereitschaftsdienst, der für die Region zuständig ist, weitergeleitet. Die neue kostenlose Nummer soll die bisherige kostenpflichtige Nummer 01805 191212 ablösen. Die beiden Rufnummern bleiben solange parallel geschaltet, bis sich gezeigt hat, dass die 116 117 ohne Probleme von den Patienten angenommen wird.

Pressemitteilung Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

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