Vorlauf zur WM gelungen

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(Symbolbild)

Chiemsee - Der legendäre Omega-Cup der Soling am Chiemsee war dieses Jahr gleichzeitig die German Open und wird nächstes Jahr sogar die Weltmeisterschaft sein. Gewonnen hat ihn Karl Haist - zum dritten Mal in Folge!

Karl Haist vom Starnberger See ließ sich zum dritten Mal in Folge nicht die Butter vom Brot nehmen und bestand gegen die international angereisten Favoriten.

Fünf spannende Wettfahrten präsentierte Josef Resch den 25 angereisten Mannschaften aus acht Nationen, unter anderem den USA und Kanada. Die ersten beiden Tage spielte das "Bayerische Meer" Windkrimi: Trotz stundenlanger Sprungbreitschaft von Wettfahrtleitung und Mannschaften mit angeschlagenen Segeln konnten an den beiden ersten Tagen nur zwei Wettfahrten durchgeführt werden. Dabei wirbelte es die Teilnehmer in Relation zur Rangliste ordentlich durcheinander. Doch am letzten Tag gab es dann drei ausgewachsene Wettfahrten bei knapp drei Beaufort aus Nordost.

Etliche Proteste während der German Open mit zwei erfolgten Disqualifikationen spiegeln aber nicht Aggressivität oder ineinander krachende Boote wieder, sondern enge und faire Kämpfe an den Grenzen - und unter Zuhilfenahme - der Regeln. Die Soling- und Olympia-Legende Peter Hall aus Kanada unterwendete auf Steuerboardbug kommend kurz vor dem Start Roman Koch (Dritter Platz). Dieser wehrte sich mit einem Protest, der dann nach den Wettfahrten am Schiedsrichtertisch ausgetragen wurde. Kein Beweis ergab eine Regelverletzung und so behielt Hall den Sieg der Wettfahrt und damit den zweiten Platz gesamt.

Karl Haist war von all dem unberührt. Der Sieger der letzten beiden Jahre spielte neben den großen Favoriten keine auffallende Rolle, gewann jedoch dank gleichmäßig guter Platzierungen vom zweiten bis zum fünften Platz.

Wohl durch die Treue des Chiemsee Yacht-Clubs zur Soling und der fürsorglichen Organisation und Betreuung der Familie Koch hat der Chiemsee die außerordentliche Ehre, 2011 die Weltmeisterschaft einer internationalen und ehemals olympischen Klasse mit etlichen Segelstars auszurichten. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die neuntägige Veranstaltung Ende April 2011. Der Präsident der internationalen Klasse Johan Offerman tagte zusammen mit der Führung des CYC, um den standesgemäßen Einmarsch der Nationen, die Vorstellung der Teams und die gewohnte Qualität der Veranstaltung zu besprechen und sicher zu stellen. Zu dieser Audi World Championships der Soling werden um die 50 Boote von mindestens drei Kontinenten erwartet. Eine Weltmeisterschaft einer großen internationalen Klasse ist derzeit nur alle zwei bis drei Jahre in Deutschland. Für Bayern und für den Chiemsee ist sie ein Frühjahrstraum und Segelwunder.

blu/Oberbayerisches Volksblatt

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