Eine Wiener Gemeinde wollte einen Beichtstuhl im Internet versteigern, um die Kirchenrenovierung zu finanzieren. Die Erzdiözese schritt ein.

Ein Beichtstuhl für 666,66 Euro

020.07.1020.07.10|KuriosFacebook
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Wien - Um die Kirchenrenovierung zu unterstützen, wollte eine Gemeinde in Wien einen Beichtstuhl im Internet versteigern. Bei 666,66 Euro verstand die Erzdiözese aber keinen Spaß.

Mit dieser Einschätzung hat die Erzdiözese Wien eine neue Einnahmequelle der Pfarrei Hirschstetten im Wiener Stadtteil Donaustadt schnell wieder versiegen lassen. Dabei hatten die engagierten Katholiken und ihr Pfarrer nur ganz fromme Gedanken: Sie wollten mit dem Erlös der Auktion dringend benötigte Renovierungsarbeiten an ihrer Kirche bezahlen.

"Er ist gut erhalten, und vielleicht findet so mancher Bastler eine Verwendung für den Beichtstuhl - Spielhaus für Kinder, Umbau zu einer kleinen Ein-Personen-Sauna oder ein origineller Barbereich", warb die Gemeinde am Montag auf der Auktionsplattform Ebay für ihren ausrangierten Sündenverschlag, berichteten österreichische Medien.

Als bereits mehr als 200 Gebote vorlagen und der Preis auf teuflische 666,66 Euro gestiegen war, schritt die Erzdiözese ein. Das Angebot auf Ebay wurde gelöscht. "Die öffentliche Versteigerung von Gegenständen, die der Sakramentenspendung oder der Verkündigung des Evangeliums dienen, ist nicht akzeptabel", sagte der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Beichtstühle sollte man nicht umbauen - "weder als Saunas noch als Bars".

Leitenberger äußerte grundsätzlich Verständnis für das Anliegen der Pfarrei und hoffte, dass sich nach diesem "eindrücklichen Hilferuf" nun trotzdem Sponsoren für die Kirchenrenovierung finden werden.

dpa

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