Brannenburg – Umfangreiche Bauarbeiten werden in der nächsten Zeit in Brannenburg notwendig. Neben einem Erweiterungsbau für den Kindergarten St. Johannes bedarf auch das Rathaus einer umfassenden Sanierung.

© Stuffer-Chunphetch
Nicht nur die Fenster des Rathauses müssen erneuert werden. Im früheren Schulgebäude sind umfassende Sanierungsmaßnahmen notwendig.
Entsprechende Planungskonzepte wurden in der letzten Gemeinderatssitzung vorgestellt.
War anfangs nur der Austausch der Fenster beabsichtigt, hat sich im Zuge der Begutachtung des Rathauses gezeigt, dass es nicht ohne eine grundlegende Erneuerung geht. Bautechniker Christian Winkler und Diplom-Ingenieur Michael Brünner stellten den derzeitigen Ist-Zustand und die notwendigen Sanierungsarbeiten vor. Das seit 1979 als Rathaus genutzte ehemalige Schulgebäude ist in vielen Bereichen in einem schlechten Erhaltungszustand und für die heutigen Anforderungen in der Verwaltungsarbeit nicht mehr zeitgemäß ausgestattet.
Die Sanierungsvorschläge umfassen die Technik-, Licht- und Elektroinstallationen im Haus, die Heizungsanlage, den Brandschutz sowie Wasserversorgung und sanitäre Anlagen. Eine erste Kostenschätzung wurde mit 1,1 Millionen Euro beziffert. Da ein reibungsloser Ablauf der Arbeit in der Gemeindeverwaltung während der Bauarbeiten kaum möglich sein wird, müsse zuerst geklärt werden, ob und wie eine Auslagerung für die Zeit der Bauphase möglich ist, so Bürgermeister Mathias Lederer. In Frage kämen dazu Gebäude der ehemaligen Karfreitkaserne. Die Chance einer Nutzung sei jetzt sehr hoch, könne aber schon vielleicht nächstes Jahr nicht mehr gegeben sein. Ansonsten müsse die Sanierung in mehreren Bauphasen erfolgen, was aber die Kosten erhöhen würde. Handlungsbedarf wurde vom gesamten Gremium gesehen, die hohen Kosten der Sanierung stimmten aber viele Gemeinderäte bedenklich. "Wir müssen uns fit für die Zukunft machen", betonte Bürgermeister Lederer.
Für die Ausweitung der Kleinkindbetreuung ist ein Neubau am Kindergarten St. Sebastian notwendig. Die überarbeiteten Pläne wurden von Architekt Werner Schmidt vorgestellt. Flexibel für die Zukunft sei man mit der vom Gemeinderat beschlossenen vollständigen Unterkellerung des Gebäudes, bei der nicht alle Räume sofort ausgebaut werden müssten, sondern optional zur Verfügung stehen sollen. Die Kostenschätzung erhöht sich durch die Vollunterkellerung und liegt derzeit bei 1,2 Millionen Euro.
Einstimmig abgelehnt wurde der Antrag auf Erlass einer Außenbereichsatzung für den Weiler Schwaig. Bürgermeister Lederer und die Räte sahen keinen Grund für eine derartige Satzung. Der Bereich sei zu weit vom Ort abgelegen, die Bildung einer Splittersiedlung sei zudem aus ortsplanerischer Sicht nicht erwünscht.
Einstimmig befürwortete das Gremium den Vorschlag der Neuen Künstlerkolonie, die Erschließungsstraße zum geplanten "Wohngebiet an der Dientzenhoferstraße" als Ernst-Maria-Fischer-Weg zu bezeichnen. Dort steht bereits eine Gedenkstele, die an den als Landschafts- und Porträtmaler sowie Radierer geschätzten Künstler, der von 1907 bis 1939 lebte, erinnert.
Die Anpassung an das EU-Recht bedingt eine Änderung der Wasserabgabesatzung, über die die Gemeinderäte informiert wurden.
mc/Oberbayerisches Volksblatt
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