Dagegen möchte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) das Urteil über die Fahrtüchtigkeit dem Hausarzt überlassen: „Ältere Verkehrsteilnehmer dürfen nicht diskriminiert werden. Entscheidend für die Fahrtüchtigkeit ist nicht das Alter, sondern der Gesundheitszustand.“ Ramsauer will, dass sich Senioren regelmäßig von ihrem Arzt beraten lassen.
Unterstützung erhielt Neumann vom verkehrspolitischen Sprecher der Grünen im Bundestag, Stephan Kühn. Er forderte in der Zeitschrift „AutoBild“, den Gesundheits-Check schon jetzt vorzuschreiben, wenn der Führerschein älter als 15 Jahre ist: „Die eigene Fahrtauglichkeit falsch einzuschätzen ist keine Altersfrage.“
ADAC kritisiert den Vorstoß
Klaus Reindl vom ADAC kritisierte im ntv-Interview den Vorstoß, da in der Statistik auch Unfälle mitgezählt werden, die von älteren Fußgängern verursacht wurden. Ein erhöhtes Unfallrisiko betreffe nur Senioren, "die deutlich über 80 Jahre alt sind".
In unserer Region verlor zuletzt am Dienstag ein 73-Jähriger Motorradfahrer bei Taufkirchen die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen die Leitplanke. Er verletzte sich bei dem Unfall mittelschwer.
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