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Deutsche wollen lieber Geld horten als Strafzinsen zahlen

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Um Strafzinsen zu vermeiden, würden viele Deutsche ihr Erspartes lieber zu Hause aufbewahren. Das ist das Ergebnis einer GfK-Umfrage. Foto: Patrick Pleul

Einige Banken erheben Strafzinsen für Sparguthaben. Doch nur wenige Kunden wollen das offenbar hinnehmen. Laut einer GfK-Umfrage bevorzugen viele Deutsche ein Bargeldvorrat zu Hause.

Nürnberg (dpa/tmn) - Viele Deutsche würden ihr Geld lieber zu Hause horten als bei einer Bank Strafzinsen für das Ersparte zu zahlen. Das legt eine repräsentative Umfrage des Markforschungsinstituts GfK im Auftrag des Online-Finanzmarktplatzes Savedo nahe.

Dabei war es nur 7 Prozent der Befragten egal, wenn sie ein Entgelt für Guthaben auf der Bank zahlen müssten. Ausweichstrategien erhalten weit mehr Zuspruch: Neben dem Bargeldvorrat zu Hause (rund 55 Prozent) wurden auch Mehrausgaben für den Konsum (rund 34 Prozent) und ein Immobilienkauf (rund 15 Prozent) als Alternativen zu Strafzinsen bevorzugt.

Jeweils rund 12 Prozent würden lieber Fonds oder Gold kaufen als Strafzinsen zu zahlen, 11 Prozent in Festgelder im EU-Ausland investieren. Kunst (rund 1 Prozent), Edelsteine (rund 2 Prozent) oder Uhren (1 Prozent) zu kaufen erscheinen kaum einem Befragten sinnvoll.

Der Leitzins im Euroraum liegt derzeit bei Null. Für Einlagen der Geschäftsbanken bei der Notenbank werden 0,4 Prozent Strafzinsen fällig. Die Kosten dafür geben viele Banken bisher nur an Unternehmenskunden oder große Investoren wie Fonds weiter. Das Gros der Privatkunden bleibt bisher verschont, nur einzelne Institute verlangen von reichen Sparern Strafzinsen.

Für die Umfrage wurden 1064 Bundesbürger ab 14 Jahren interviewt. Mehrfachantworten waren möglich.

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