Rund 1500 Faschingsfans auf der Straße

So war der Gaudiwurm in Tattenhausen

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Großkarolinenfeld - Knapp 1500 Faschingsfans säumten bei kalten Temperaturen die Hauptstraße und amüsierten sich beim 18. Gaudiwurm der Ortsgemeinschaft in der Faschingshochburg Tattenhausen. 

Vor allem aber die unterhaltsame Fußgruppe der Dreder Bedienungen als „Erotische Cheerleader“ sorgten dafür, dass das Stimmungsbarometer bei schaurigen Temperaturen die Gemüter aufheizte.

Um 13.35 Uhr, etwas verspätet wegen der zunächst spärlich einbrechenden Faschingsbesucher, zogen 20 Motivwagen und 8 Fußgruppen , angeführt von der "Dreder Musi" durch die Hauptstraße von Ost nach West durchs Dorf. Vom affengeilen und rattenscharfen Streichelzoo „der Buama Gesellschaft aus Lampferding" über das anstehende „Wirtshaussterben, dem 500 Jahre Bier-Reinheitsgebot, etwas „Brisantem von der Bullyzei Ebersberg", sowie den FIFA Skandal um Präsident Josepf S. Blatter und Funktionär Eugenio Figueredo und dem VW-Abgas-Skandal amüsierten die Faschingsbesucher und machten somit auf aktuell brennende Themen aufmerksam.

Vermisst wurde von den Faschingsbesuchern der Gaudiwurm, den die Tattenhausener Jugend immer anführte. Damals, als sich einige Dorfbewohner am Faschingsdienstag 1993 im Hof der Firma Marmor Rinser zum Weißwurstessen aus der großen Stoarkugel zusammenfanden und im Anschluss in einem Zug ins Gasthaus zum Bräu zogen, um weiter zu feiern, war der legendäre Gaudiwurm der Namensgeber des traditionellen Faschingszuges der Tattenhausener Jugend dabei. Der Wurm ist alt, die Füße blieben jung, heuer aber fehlte er. 

Auch das „Urgestein“, das rosarote Schwein des Faschingsvereins Lederer Gmoa musste, ob seiner Jahre, heuer im Stall bleiben. Dafür begeisterten die „ Ferkelchen aus Haag die Besucher. 

Während des ganzen Zuges flog über das Dorf im Tiefflug ein Flugzeu -, waren das die Aiblinger, die sich Tipps für ihren Faschingszug in der nächsten Woche abschauen wollten?

Der 18. Gaudiwurm von Tattenhausen

Tattenhausen mit seinen beurkundeten 1212 Jahren begrüßte eine Gruppe „Kreuzzügler„ und gab ihnen Geborgenheit im Kreise Feierlustiger . Begeisternd beklatschten die Besucher, die sich entlang der Zugstrecke, schützend unter den Vordächern des Gasthauses zum Bräu den Zeltaufbauten und der Wohnhäuser befanden, die Motivwagen und Fußgruppen. 

DC Florian und Daniel brachten mit ihrer mitreißender Musik die vielen kleinen Cowboys und Indianer, Polizisten, Feuerwehrmänner und Piraten, Engel und Teufel, Clowns und Harlekins, Christkindl, Bienchen , Marienkäfer und Frösche in bei diesem nasskalten Wetter nur zögerlich in Schwung. Trotz allem sah man nur überall fröhliche Gesichter und Ausgelassenheit an den verschiedenen Bars die auf dem Dorfplatz aufgestellt waren. 

Den Vorzug nach dem Zug fand aber die warme, trockene Garage der Feuerwehr, wo noch viele zünftige Gespräche bei Steaksemmeln und Bier geführt wurden. Als äußerst angenehm empfanden die Faschingsbesucher die Kaffee- und Kuchenbar der Frauengemeinschaft fernab vom Trubel im Ortshaus .

DC Daniel bedankte sich bei den Festbesuchern und den Mitwirkenden für die tolle Verkleidung und die pfiffigen Ideen, die diesen 18. Gaudiwurm wieder so attraktiv machten und lud ab 18 Uhr zum Ausklang in den Stodl der Familie Lausch nach Petzenbichl ein.

Ohne gravierende Zwischenfälle endete der 18. Tattenhausener Gaudiwurm gegen 18 Uhr.

Text und Fotos: Elfriede Strasser

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