Im Delirium von München nach Zürich

"Hangover": Betrunkener wacht in Zürich auf

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München/Zürich - Zu tief ins Glas geguckt: Nach einem durchzechten Junggesellenabschied schlief ein 33-jähriger Brite in einem Reisebus in München ein und wachte erst in Zürich auf.

"Versprich mir, dass Du nicht sauer wirst, ich muss dir etwas erzählen", sagte Jordan Adams im Hinblick auf die Geschehnisse der letzten Nacht zu seiner besorgten Frau am Telefon.

Am vergangenen Wochenende feierte eine Gruppe partywütiger Männer einen Junggesellenabschied in der bayerischen Landeshauptstadt. Mit von der Partie: Der 33-jährige Jordan Adams aus London. Er hatte bei der durchzechten Nacht in einem Club der Münchner Innenstadt allem Anschein nach besonders tief ins Glas geschaut, was ihm am nächsten Morgen nicht nur einen Kater bescheren sollte. Wie er gegenüber der britischen Zeitung "Daily Mail" berichtete, torkelte er gegen halb 4 Uhr morgens ins Freie - Ohne Handy, Pass, Geld, geschweige denn einen seiner Freunde. Auch den Namen seines Hotels hatte der Familienvater nicht mehr in petto, sodass eine Heimfahrt mit dem Taxi ebenfalls ausgeschlossen war.

 "Es war spät, bitterkalt und ich brauchte ein Schläfchen", so der Brite über den weiteren Verlauf seines Abenteuers. Also kletterte Jordan Adams in den Gepäckraum eines nahe geparkten Reisebusses. Wie sich herausstellte jedoch nicht die beste Wahl für ein Schläfchen, denn der Bus war kurz davor abzufahren.

Ungeplantes Reiseziel: Zürich

Fünf Stunden später wurde der Brite schließlich im gut 300 Kilometer entfernten Zürich geweckt. Als der Fahrer seinen blinden Passagier entdeckte, begann er rumzubrüllen.  "Ich dachte es müsse einen Platz in München geben, der "Zürich" heißt, als man mir sagte, wo ich bin", so Adams. Doch als der Brite die Schweizer Flaggen sah, wurde ihm langsam klar, wo er war.

Hilflos und mit leeren Taschen wendete er sich an die Polizei und erklärte ihnen sein abenteuerliches Dilemma. "Die Beamten arrangierten daraufhin glücklicherweise meine Rückreise nach München mit dem Zug!"

Außerdem konnte er endlich seine Frau anrufen, damit diese sich bei Adams Schwager und in München Verblieben melden konnte, um sein Verschwinden aufzuklären. "Ich bin echt ein Idiot, dass ich mein Handy, meinen Pass und meinen Geldbeutel im Hotel gelassen habe, aber ich wollte die Sachen beim Feiern nicht verlieren."

Das Hotel war nur rund 100 Meter entfernt

"Ich konnte es nicht glauben, als ich feststellte, dass der Club nur rund 100 Meter von unserem Hotel entfernt war",  berichtete der 33-Jährige nach seiner Ankunft in München. Wieder mit seinen Freunden vereint, ging die Sause am nächsten Abend direkt noch einmal im gleichen Club weiter. Schließlich kannte Adams diesmal den Heimweg.

af

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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