Betrügerische Brüder fühlten sich zu sicher

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Oberaudorf - Zwei Brüder ließen sich im Taxi von Wörgl nach Oberaudorf kutschieren und hauten dann ab, ohne zu bezahlen. Doch der Fall ließ sich für die Polizei ganz leicht aufklären:

Leichter konnten es zwei Brüder aus Oberaudorf im Alter von 20 und 29 Jahren den Beamten der Polizeiinspektion Kiefersfelden bei ihren Ermittlungen nach zwei flüchtigen Betrügern in der Nacht zum Samstag, gegen 2.10 Uhr, nicht machen.

Vorausgegangen war die Anzeige eines 31-jährigen Taxifahrers aus Wörgl, der die beiden Männer in Wörgl als Fahrgäste aufnahm und sie anschließend nach Oberaudorf gefahren hatte. In der Nähe des Bahnhofs in Oberaudorf stiegen die beiden dann aus und gaben vor, mit dem fälligen Fahrpreis in Höhe von 25 Euro sofort zurückzukommen. Nach Beobachtungen des Taxifahrers verschwanden sie jedoch über ein Fenster in einem der benachbarten Häuser und verschlossen dieses unvermittelt. Als die beiden flüchtigen Fahrgäste nach geraumer Wartezeit nicht mehr aus dem Haus kamen, entschloss sich der geprellte Taxifahrer nun Anzeige wegen „Beförderungserschleichung“ bei der Polizei zu erstatten.

Anschließend führte er die Polizeibeamten zu dem Anwesen, in welches die dreisten Betrüger durch ein Fenster geflüchtet waren. Im Raum hinter dem besagten Fenster, welches nun wieder offen stand, konnten die Beamten zwei friedlich und offensichtlich frei von jeglichen Schuldgefühlen schlafende Männer feststellen, die der Taxifahrer dann eindeutig als seine unehrlichen Fahrgäste identifizierte. Die „Torheit“ der beiden führte im Endergebnis zumindest zu einem schnellen Aufklärungserfolg.

Bei der anschließenden Überprüfung der beiden Brüder stellte sich heraus, dass diese über keinerlei Barmittel mehr verfügten und somit von Anfang an wussten, dass sie den fälligen Fahrpreis für die Fahrt von Wörgl nach Oberaudorf nicht würden entrichten können. Gegen die Brüder wird nun wegen einer Straftat der „Beförderungserschleichung“ ermittelt. Ob die „Torheit“ der beiden vor Strafe schützt, wird nun die Staatsanwaltschaft entscheiden.

Pressemeldung Polizei Kiefersfelden

Rubriklistenbild: © dpa

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