Karl Haist vom Starnberger See ließ sich zum dritten Mal in Folge nicht die Butter vom Brot nehmen und bestand gegen die international angereisten Favoriten.
Fünf spannende Wettfahrten präsentierte Josef Resch den 25 angereisten Mannschaften aus acht Nationen, unter anderem den USA und Kanada. Die ersten beiden Tage spielte das "Bayerische Meer" Windkrimi: Trotz stundenlanger Sprungbreitschaft von Wettfahrtleitung und Mannschaften mit angeschlagenen Segeln konnten an den beiden ersten Tagen nur zwei Wettfahrten durchgeführt werden. Dabei wirbelte es die Teilnehmer in Relation zur Rangliste ordentlich durcheinander. Doch am letzten Tag gab es dann drei ausgewachsene Wettfahrten bei knapp drei Beaufort aus Nordost.
Karl Haist war von all dem unberührt. Der Sieger der letzten beiden Jahre spielte neben den großen Favoriten keine auffallende Rolle, gewann jedoch dank gleichmäßig guter Platzierungen vom zweiten bis zum fünften Platz.
Wohl durch die Treue des Chiemsee Yacht-Clubs zur Soling und der fürsorglichen Organisation und Betreuung der Familie Koch hat der Chiemsee die außerordentliche Ehre, 2011 die Weltmeisterschaft einer internationalen und ehemals olympischen Klasse mit etlichen Segelstars auszurichten. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die neuntägige Veranstaltung Ende April 2011. Der Präsident der internationalen Klasse Johan Offerman tagte zusammen mit der Führung des CYC, um den standesgemäßen Einmarsch der Nationen, die Vorstellung der Teams und die gewohnte Qualität der Veranstaltung zu besprechen und sicher zu stellen. Zu dieser Audi World Championships der Soling werden um die 50 Boote von mindestens drei Kontinenten erwartet. Eine Weltmeisterschaft einer großen internationalen Klasse ist derzeit nur alle zwei bis drei Jahre in Deutschland. Für Bayern und für den Chiemsee ist sie ein Frühjahrstraum und Segelwunder.
blu/Oberbayerisches Volksblatt








