Bei Reisen ins Ausland, insbesondere auf den indischen Subkontinent, nach Afrika und Südamerika sei eine Ansteckung möglich. Der Kölner Mediziner Tim Kümmerle rät in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ zur Vorsicht bei streunenden Hunden und bei Fledermäusen.
Deutschland sind seit 2006 keine Fälle von Tollwut bei Landsäugetieren mehr aufgetreten. Im Osten Polens, Osteuropa, im Baltikum, dem Balkan und seit 2008 auch in Norditalien ist sie zwar noch verbreitet, Kümmerle hält es aber für unwahrscheinlich, dass sie unbemerkt nach Deutschland eingeschleppt wird. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Tollwutepidemie betrage nur 40 bis 60 Kilometer pro Jahr, und in Deutschland würden regelmäßig Wildtiere überprüft.
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Im Zweifelsfall rät Kümmerle zu einer nachträglichen Impfung. Sie wirkt bei der Tollwut so lange, wie keine Krankheitszeichen beim Menschen aufgetreten sind. Diese Inkubationszeit beträgt beim Menschen ein bis drei Monate, es gibt aber auch schnellere oder langsamere, teilweise jahrelange Verläufe. Zur Erkrankung kommt es, wenn die Viren das Gehirn erreichen und dort eine Gehirnentzündung verursachen. Der Transport dorthin erfolgt laut Kümmerle innerhalb der Nerven mit einer Geschwindigkeit von fünf bis zehn Zentimetern pro Tag.
(Quelle: „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ 2012: 137 (15): S. 789-792)
dapd








































