Durch Latschenkiefern, Enzian und Alpenrosen geht es sanft bergab. Lech am Arlberg ist der Endpunkt der ersten Etappe. Schindelverkleidete Hotelpaläste, fünfstöckige Trutzburgen. „In Lech gibt es vielleicht noch zehn alte Häuser, sonst ist alles neu“, sagt Herbert Sauerwein. Der 89-Jährige erinnert in seinem Heimatmuseum an die ärmliche Vergangenheit des Nobelskiorts. „Die Walser haben sich vor 700 Jahren hier angesiedelt“, erklärt Sauerwein. „Es waren arme Leute, heute sind sie die reichsten.“
Von Florian Sanktjohanser, dpa
DIE REISE-INFOS ZU DER LECHWEG
ANREISE: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Memmingen, Innsbruck und München. Züge fahren nach Füssen oder über Innsbruck nach Langen am Arlberg. Von dort gibt es Busse nach Lech am Arlberg. Ein lokaler Bus bringt Wanderer zum Startpunkt am Formarinsee.
KLIMA UND REISEZEIT: Der gesamte Lechweg ist von Ende Juni bis Anfang Oktober begehbar, wenn auf den höher gelegenen Etappen kein Schnee mehr liegt. Die verkürzte Variante von Steeg bis Füssen kann schon ab Mai gewandert werden.
FORM: Eine gute Kondition ist notwendig, Erfahrung als Bergsteiger nicht. Der Lechweg ist auch für Familien und Senioren zu schaffen. Für den gesamten Weg sollte man eine Woche einplanen.
GEPÄCK: Für fünf Euro pro Stück kann man sein Gepäck zum jeweils nächsten Hotel fahren lassen.
INFOS: Der Lechweg im Internet unter www.lechweg.com. Lech Zürs Tourismus, Dorf 2, A-6764 Lech am Arlberg, Tel.: 0043/5583/216 10. Füssen Tourismus und Marketing, Kaiser-Maximilian-Platz 1, 87629 Füssen, Tel.: 08362/93 850.


© dpa/tmn/Florian SanktjohanserNach 125 Kilometern am Ziel: Am Lechfall in Füssen endet der Wanderweg.
© dpa/tmn/Florian SanktjohanserDie Reise beginnt am Formarinsee in knapp 1800 Metern Höhe. Hier entspringt der Lech.
© dpa/tmn/Florian SanktjohanserBei Holzgau führt der Weg über die längste Hängebrücke Österreichs.
© dpa/tmn/Florian SanktjohanserHolzgau












