Geparden-Nachwuchs im Salzburger Zoo

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Salzburg - Reviertierpfleger Sascha Ecker freut sich: „Nach 95 Tagen Tragzeit brachte Gepardin Ginger am 21. März ihren Nachwuchs im geschützten Unterstand auf der Freianlage zur Welt."

"In einem Bett aus Heu und Stroh gewärmt von einer Heizmatte. Ganz ohne unsere Hilfe! Sie ist eine erfahrene Mutter", so der Pfleger weiter. "Uns gegenüber verhält sie sich eher aufgebracht. Dies zeigt sie uns auch mit beeindruckender Deutlichkeit. Deshalb mussten wir sie heute für kurze Zeit von ihren drei Jungen trennen.“

Junge Geparde haben ein gräuliches Fell und eine silbergraue Rückenmähne von der Stirn weg bis hin zur Schwanzwurzel. Sie sehen einem Honigdachs ähnlich, der wegen seiner Angriffslust von anderen Raubtieren gefürchtet wird. Die Mähne scheint also ein Schutzmechanismus der Natur sein, die vor Übergriffen von Löwen, Leoparden und anderen Räubern schützen soll.

Ein selbstsicheres Trio

„Der Salzburger Geparden Nachwuchs ist nun dreieinhalb Wochen alt und deshalb ist es heute - Mittwoch - Zeit für den ersten Gesundheitscheck der Kleinen“ erzählt Zootierarzt Jochen Lengger. „Den lassen sie sich naturgemäß nur widerwillig über sich ergehen. Wiegen, Entwurmen, Chippen und das Geschlecht feststellen, ist keine angenehme Sache für die Tiere. Aber was sein muss, das muss sein!“

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Ein männliches und zwei weibliche Jungtiere sind im Wurf. Bei der Geburt wiegen die Nachwuchs-Geparden etwa 300 Gramm. Das Salzburger Trio hat nach nur kurzer Zeit ihr Gewicht mehr als verfünffacht. Das Männchen bringt 1,78 Kilogramm auf die Waage und die beiden Weibchen mit je 1,56 Kilogramm sind etwas leichter. Die erste Impfung erhalten sie im Alter von acht Wochen. Dank der Muttermilch der ersten Tage haben sie noch einen Schutz vor Infektionskrankheiten.

Sabine Grebner, Zoogeschäftsführerin: „Wir sind sehr stolz, dass wir nun wieder Nachwuchs bei den Geparden haben. 2008 konnten wir uns schon einmal über einen Wurf von Ginger freuen. Da das Liebesleben der in freier Wildbahn gefährdeten Tierart nicht einfach ist, mussten wir auf dieses Ereignis doch wieder etwas länger warten.“

Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Besucher des Salzburger Zoos die Kleinen sehen werden. Vorerst bleibt Ginger mit ihren Jungen in Ihrem Unterstand. Erst in einigen Wochen sind die Jungen groß genug, um mit ihrer Mutter Schritt halten zu können und erste Ausflüge mit ihr auf der großen Geparden-Freianlage zu unternehmen.

Pressemitteilung Zoo Salzburg

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