Ein Frosch kommt selten allein

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Rosenheim - Die Wanderung von Molch, Laubfrosch & Co. steht wieder bevor. Wenn der Schnee weg ist und es wärmer wird, wandern sie zu ihren Laichplätzen. Es wird um Vorsicht gebeten.

Die Zeit der Amphibienwanderung beginnt wieder: Zahlreiche Ehrenamtliche werden versuchen, die Tiere sicher über die Straßen zu bringen.

Ihr Einsatz ist nach wie vor dringend notwendig, denn die Bestandszahlen sind immer noch rückläufig. Aus diesem Grund appellieren die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim und der Bund Naturschutz an die Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen und zwar nicht nur auf die wandernden Frösche und Kröten, sondern auch auf die ehrenamtlichen Amphibienschützer am Straßenrand.

Reisefreudige Amphibien vor Tod auf der Straße bewahren 

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Kreisbauhöfe und dem Straßenbauamt werden in den kritischen Bereichen nach Möglichkeit Schutzzäune mit Auffangeimern und Hinweisschilder aufgestellt, wenn notwendig auch mit Geschwindigkeitsbeschränkungen. Meist bis in die späten Abendstunden werden die Helfer versuchen, die reisefreudigen Amphibien vor dem Tod durch Überfahren zu bewahren, in dem sie sowohl die an den Zäunen hängengebliebenen als auch auf den Straßen befindlichen Tiere einsammeln. Ihr Verhalten ist unterschiedlich. So verharren beispielsweise Erdkröten, im Unterschied zu Laubfröschen, in einer Art Schreckstarre, sobald sie von herannahenden Autoscheinwerfern geblendet werden.

Molch und Co lieben Regen und Temperaturen von fünf Grad

Der Bund Naturschutz sucht noch dringend Helfer, vor allem für die Bereiche Prutting, Rott und Raubling. Spezielle Voraussetzungen müssen diese nicht mitbringen. Wichtig sind die Freude am Amphibienschutz und eine gewisse Wetterfestigkeit mit geeigneter Kleidung, denn die Amphibien wandern am liebsten bei Regen und Außentemperaturen von über 5 Grad. Der Zeitaufwand für die kleinen Hüpfer dürfte mit maximal einer Stunde täglich über einen Zeitraum von etwa vier Wochen ausreichend sein.

Interessierte werden gebeten, sich telefonisch beim Bund Naturschutz unter 08031 12831 oder bei der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim unter 08031 392 3314 zu melden.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © pa

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