Der Wiedehopf brütet wieder in Salzburg

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Der "Wiedehopf": So sieht der extrem seltene Brutvogel aus.

Lungau - Mit der schwarz-weißen Zeichnung ist er unverkennbar: Der Wiedehopf! Nun gelang im Lungau der erste Brutnachweis des vom Aussterben bedrohten Brutvogels in Salzburg:

Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft am Haus der Natur meldet eine Besonderheit: Der Wiedehopf ist ein extrem seltener und vom Aussterben bedrohter Brutvogel im Land Salzburg. Jetzt gelang der erste sichere Brutnachweis des Wiedehopfs im Lungau.

Die drosselgroßen Wiedehopfe sind unverkennbar. Auf den Flügeln und am Schwanz sind sie charakteristisch schwarz weiß gezeichnet, was besonders während des wellenförmigen Fluges auffällt. Die ansonsten rostbraune Körperfärbung tarnt den Wiedehopf, wenn er am Boden nach Grillen und Käferlarven sucht. Typisch ist aber auch der Gesang des Männchens der aus zwei bis fünf rohrflötenähnlichen Elementen wie „up-up-up“ besteht, worauf auch sein wissenschaftlicher Name „Upupa epops“ zurückgeht.

Der Wiedehopf ist ein Zugvogel, der in Afrika – meist südlich der Sahara – überwintert. Zwischen Mitte März und April kommen die ersten Vögel in ihr Brutgebiet zurück, der Abzug Richtung Sahara erreicht Mitte August seinen Höhepunkt.

Bei uns finden Wiedehopfe in warmen, trockenen und locker mit Bäumen durchsetzten Flächen den idealen Lebensraum. Für ihren Nachwuchs benötigen sie alte Bäume mit Baumhöhlen. Die Jungvögel sondern bei Gefahr ein übel riechendes Sekret ab, was mögliche Feinde wie Marder abschreckt. Nach einer Brut- und Nestlingszeit von etwa 50 Tagen verlassen die Jungen das Nest und wenige Tage später bereits auch das engere Brutgebiet.

Es wird gebeten, Sichtungen oder Ruf-Wahrnehmungen von Wiedehopfen an das Haus der Natur in Salzburg an Mag. Christine Medicus zu melden: Tel. +43 (0)662 842653-3315 oder christine.medicus@hausdernatur.at.

Pressemeldung Haus der Natur

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