Seit der Blüte der Bäume sorgten die sommerlichen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit dafür, dass sich die Bakterien entwickeln konnten. Nach Angaben der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landschaftspflege im Landratsamt Rosenheim sind derzeit vor allem einzelne Bäume befallen, die aber sehr intensiv.
Kreisfachberater Sepp Stein rät allen Gartenbesitzern, ihre Obstbäume auf Befall zu kontrollieren. Bei Verdacht sollen sie sich an den örtlichen Gartenbauverein oder an den Feuerbrand-Hygienewart werden, den es in jeder Gemeinde gibt. Die konkreten Ansprechpartner für die Gartenbesitzer kennen entweder die Gemeindeverwaltungen oder die Kreisfachberatung im Landratsamt. Der bakterielle Feuerbrand zählt zu den Quarantänekrankheiten und ist daher meldepflichtig.
Bei Befall bleibt als Bekämpfungsmaßnahme nur das Entfernen der befallenen Pflanzen und Pflanzenteile. Diese Maßnahme ist wichtig, sagt Stein, um eine weitere Ausbreitung im Baum und auf weiteren Bäumen zu verhindern. Die entfernten Pflanzenteile dürfen auf keinen Fall auf den Kompost oder zu den Grüngutabfällen an den Wertstoffhöfen. Stattdessen sollen sie über den holzigen Sperrmüll entsorgt werden.
Die gefürchtete Obstbaumkrankheit wurde 1985 erstmals im Landkreis Rosenheim festgestellt. In den vergangenen Jahren war es stiller um den bakteriellen Feuerbrand geworden. Zwischen 2008 und 2011 war es zur Blütezeit zu kühl oder zu trocken, daher konnten sich die Bakterien nicht entwickeln. Weitere Informationen gibt es unter dem Suchbegriff „Feuerbrand“ auf www.landkreis-rosenheim.de oder telefonisch unter 08031 392 4531.
Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim














