Lübeck/Hamburg - In Norddeutschland hat der Schneesturm viele Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. Auf der Autobahn 20 ging zeitweise gar nichts mehr, an der Ostsee herrschte Sturmflut.

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Außenwelt abgeschnitten. Zahlreiche Straßen waren am Sonntag blockiert, an der Ostsee herrschte Sturmflut.
Bei Dahmeshöved drohte ein Deich zu brechen. “Die Situation wird als unverändert angespannt bezeichnet“, meldete die Polizei in Lübeck am Morgen. Sie rief die Bürger auf, das Autofahren, wenn irgend möglich, unbedingt zu vermeiden. “In Ostholstein sind fast alle Nebenstraßen, wie Gemeinde- und Kreisstraßen unpassierbar“, teilte die Lübecker Polizeidirektion weiter mit. “Lediglich die Autobahnen und Bundesstraßen werden in Minutenabständen geräumt. Trotzdem kommt es auch hier zu Behinderungen durch plötzlich auftretende Schneewehen.“
Eine Bundesstraße bei Grömitz wurde teilweise gesperrt, eine Landesstraße bei Ratekau ist “nicht mehr befahrbar“. In Neustadt, Heiligenhafen und an anderen Badeorten trat die Ostsee über die Ufer, die Deiche hielten dort am Morgen jedoch. Bei Dahmeshöved bestand die Gefahr eines Deichbruchs. “Hier helfen zahlreiche Menschen und versuchen, das Schlimmste zu verhindern“, erklärte die Polizei. Bei Lübeck schnitten meterhohe Schneewehen den Ort Priwall von der Außenwelt ab.
Auf der Autobahn A 20 in Mecklenburg-Vorpommern haben Rettungskräfte einen Teil der eingeschneiten Autofahrer erreicht. Etwa 120 Menschen seien bereits vom Technischen Hilfswerk und Notdiensten aus ihren feststeckenden Fahrzeugen befreit worden, berichtete ein Sprecher der Polizei. Auf dem Abschnitt südlich von Jarmen seien insgesamt 50 Autos, ein Reisebus und 12 Lastwagen vom Schnee blockiert.
Die Lkw-Fahrer seien in ihren Fahrzeugen geblieben. Wie viele Menschen nördlich von Jarmen festsäßen, sei nicht bekannt. Mehrere hundert Menschen sitzen seit vielen Stunden zwischen Gützkow und Jarmen auf der Autobahn fest.
dpa



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