215.07.10|Kino
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Der dritte Teil der "Twilight"-
| Name: | Eclipse - Biss zum Abendrot |
| Regisseur: | David Slade |
| Schauspieler: | Taylor Lautner, Robert Pattinson, Kristen Stewart |
| Jahr: | 2010 |
| Länge: | 124 |
| Land: | USA |
| Verleih: | Concorde |
| Starttermin: | 15.07.10 |
Die Sonne scheint. Ein verliebtes Paar sitzt in einer Blumenwiese. Küsst sich, umarmt sich zärtlich. Mit dieser Einstellung beginnt und endet der von den Fans mit höchster Spannung erwartete dritte Teil der „Twilight“-
David Slades Regiearbeit ist – wie die zerdehnte Buchvorlage bereits erahnen ließ – Zelluloid gewordene Ereignislosigkeit. Das auf vier Bände ausgebreitete Vampir-
Wurde das Thema aufkeimende Sexualität in den bisherigen Filmen nur verschämt angedeutet, geht Slade in seiner Inszenierung offensiv damit um: Edward ist eben „old school“, beruhigt Bella ihren Vater, und daher macht der Vampir mit den urinfarbenen Augen seiner Angebeteten auch erst einmal einen Heiratsantrag, bevor sie wieder ein bisschen fummeln. Immer hübsch bekleidet, versteht sich. Unklar bleibt, ob die nahezu durchgängig halbnackte Werwolf-
Die Animation des Wolfsrudels ist hingegen wesentlich überzeugender als in „New Moon“. Die Actionsequenzen weisen klar die Handschrift Slades auf, der mit Thrillern wie „30 Days of Night“ bewiesen hat, dass er mit Blut, Gekröse und Vampiren souverän umgehen kann. Doch so blutleer wie der Plot erscheint leider die gesamte Inszenierung. Buchstäblich, denn nicht einmal dieser ganz besondere Saft darf angemessen fließen.
So bleibt „Eclipse“ eine technisch ansehnliche, insgesamt aber blasse Fortsetzung – mit einem überraschend schlecht geschriebenen Drehbuch.
von Ulrike Frick

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