Ärzte: Facebook kann Asthma-Anfälle auslösen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Italienische Ärzte wollen herausgefunden haben, dass Facebook bei Asthmakranken Anfälle auslösen kann.

London - Italienische Ärzte wollen herausgefunden haben, dass Facebook bei Asthmakranken Anfälle auslösen kann. Als Beweis ihrer Theorie führen sie den Fall eines 18-Jährigen an. Die ganze Geschichte:

Asthmakranke Nutzer der Internetseite Facebook sollten nach Meinung italienischer Ärzte Vorsicht beim Gebrauch des sozialen Netzwerks walten lassen. Empfindliche Personen könnten einen Asthma-Anfall erleiden, schreiben die Ärzte in einem Brief in der medizinischen Fachzeitschrift “Lancet“.

Der Arzt Gennaro D'Amato und seine Kollegen schildern in dem Brief die Behandlung eines 18-Jährigen. Dessen Asthma-Anfälle wurden anscheinend bei der Facebook-Anmeldung ausgelöst, als er feststellte, wie viele Männer seine Ex-Freundin ihrem Profil als “Freunde“ hinzugefügt hatte.

Der Facebook-Knigge

Der große Facebook-Knigge

Um sein Asthma unter Kontrolle zu halten, nahm der junge Mann regelmäßig entsprechende Medikamente ein. Als seine Freundin ihn allerdings verließ und auch noch als Freund aus ihrem Facebook-Profil entfernte, verschlechterte sich sein Zustand.

Die besorgte Mutter des 18-Jährigen hatte seinen Atemrhythmus vor und während seiner Facebook-Besuche gemessen und dabei eine Differenz von 20 Prozent festgestellt, berichtet D'Amato vom Hospital A Cardarelli in Neapel.

Psychologe bezweifelt Aussagekraft der Beobachtung

Und dennoch sollten Ärzte ängstlichen Asthmatikern nicht raten, soziale Netzwerke zu meiden, sagt der Psychologe Max Blumberg von der Goldsmiths University in London. “Ein Fallbeispiel macht noch keine gute wissenschaftliche Studie“, ergänzt Blumberg. “Wir sollten Facebook nicht als das Problem verteufeln.“

Die lustigsten Gruppen bei Facebook

Die lustigsten Gruppen auf Facebook

Möglicherweise zeige der 18-Jährige die selbe Reaktion, wenn er in der Dorfkneipe Klatsch über die neuen Partner seiner Ex-Freundin höre. Blumberg sagt, er bezweifle, dass Leute es sich versagten, auf der populären Internetseite nach Informationen zu suchen: “Wie viele Leute können dem Drang widerstehen, zu schauen was unsere Ex-Partner machen?“

dpa

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser