Microsoft-Chef Ballmer: Innovationen wichtiger denn je

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Steve Ballmer am Mittwoch in München.

München - Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft setzt nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr seine ganzen Hoffnungen in sein neues Betriebssystem Windows 7.

Das Interesse an Windows 7 aus der Wirtschaft sei sehr groß, sagte Konzernchef Steve Ballmer am Mittwoch in München. "Windows 7 ist bereit für den Einsatz in Unternehmen." Seit dem Sommer kann Windows 7 von Unternehmen genutzt werden, am 22. Oktober kommt es weltweit als Nachfolger von Vista in den Handel. Entscheidend für den Erfolg von Windows 7 ist nach Einschätzung von Ballmer die weitere Entwicklung des weltweiten PC-Marktes, da darauf ein Großteil des Microsoft-Geschäfts entfällt. "Ich liebe Windows 7, aber die Wirtschaft ist die Wirtschaft", sagte Ballmer.

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Eine genaue Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung des Softwarekonzerns wollte er auf Nachfragen nicht abgeben. Microsoft verwies auf eine Studie, nach der es bis Ende kommenden Jahres ein Umsatzpotenzial von 320 Milliarden Dollar für Produkte und Services rund um Windows 7 gibt. Damit könne das Betriebssystem auch helfen, die Wirtschaft anzukurbeln, betonte Ballmer. Der Marktstart von Windows 7 in der Konjunkturkrise sei daher richtig. "Mehr denn je müssen wir jetzt in Innovationen investieren."

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In Deutschland arbeitet unter anderem der Autokonzern BMW bereits mit Windows 7 und will bis zum Jahr 2011 alle 85.000 PC-Arbeitsplätze umstellen. Windows 7 soll schneller hochfahren und die Anwender nicht mehr so häufig mit Sicherheitsnachfragen nerven wie der Vorgänger Windows Vista, mit dem viele Nutzer unzufrieden waren. Damit erhöhe das neue Betriebssystem in Unternehmen die Produktivität der Mitarbeiter und spare Kosten für technische Unterstützung durch einen Help Desk, warb Ballmer.

Bei Laptops soll die neue Software dazu beitragen, dass der Rechner weniger Strom verbraucht und damit der Akku länger hält. Windows dominiert den Markt für Betriebssysteme und läuft schätzungsweise auf 90 Prozent aller PCs weltweit. Im Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftete Microsoft rund ein Drittel seines Gesamtumsatzes von 60 Milliarden Dollar mit Windows.

Der Softwaregigant bekommt die Wirtschaftskrise und die Flaute am PC-Markt aber deutlich zu spüren. Zwischen April und Juni war der Gewinn des Konzerns um fast 30 Prozent eingebrochen. Mit einer schnellen Belebung der Wirtschaft rechnet Ballmer in nächster Zeit nicht. Man müsse sich an eine "neue Normalität" gewöhnen, in der es nicht mehr so weitergehe wie vor der Krise.

dpa

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