Facebook entfernt nach Protest "Fett-Smiley"

Facebook gibt nach: "Fett-Smiley" verschwunden

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Die Fraueninitiative "Endangered Bodies" hat gegen das "Fett-Smiley" protestiert und Facebook in die Knie gezwungen. Das Emoticon ist verschwunden. Ein anderer Vorstoß war erfolglos.

Smileys oder Emojis gehören in einem sozialen Netzwerk einfach dazu. Natürlich auch bei Facebook. Ob "cool", "müde" oder "aufgeregt" - die User teilen gerne ihren Gemütszustand mit. Ein Smiley hat nun aber für große Aufregung gesorgt. Das Emoticon mit dem Doppelkinn, das den Gefühlsausdruck "fett" symbolisiert, brachte eine Initiative jedoch auf die Barrikaden.

Das Emoticon "fett" gibt es bei Facebook nicht mehr (zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Die Gruppe "Endangered Bodies" protestierte gegen das "Fett-Smiley" und rief auf Change.org eine Online-Petition ins Leben, der sich etwa 17.000 Menschen angeschlossen haben. "Unsere Kultur ist verseucht von Schlankheitswahn und dem allgegenwärtigen eindimensionalen Schönheitsideal", heißt es auf der Webseite der Petition. Das Gefühlsemoticon "fett" solle entfernt werden.

Mit Erfolg: Facebook reagierte auf die Protestwelle, die sich auch über Twitter verbreitete. Aus "fett" machte Facebook, das gegen Kritik eigentlich immun ist, nun einfach "vollgestopft".

Nun heißt das Emoticon "vollgestopft" (zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Zwar wurde nur der Name geändert, für die Fraueninitiative dennoch ein Erfolg. "Wir haben gewonnen! Gemeinsam haben wir Facebook verbessert! Ich freue mich, dass wir diesen entscheidenden Schritt auf unserem Weg zu einer Gesellschaft ohne Body-Shaming erreicht haben."

Facebook begründet Änderung

Nach Angaben der "Washington Post" soll eine Facebook-Sprecherin die Änderung mit Feedback aus der Community begründet haben. Das Emoticon könnte von Nutzern mit Essstörungen als Beleidigung aufgefasst werden. "Wir haben aus ihrer Community gehört, dass 'sich fett fühlen' als Status ein schlechtes Körperbild verstärken kann, besonders bei Menschen, die mit Essstörungen kämpfen. Deshalb werden wir 'sich fett fühlen' von der Liste streichen", schrieb Facebook der Initiative.

Mit einem weiteren Antrag hatte die Initiative aber weniger Erfolg. Denn auch das "Hässlich-Smiley" sollte von der Facebook-Liste verschwinden. Das ist bisher aber nicht geschehen.

hy/redro24

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