Neues von Microsoft

Neues Windows ist einfacher und sicherer

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München - Der erste Eindruck ist der wichtigste - und Windows 7 vermasselt ihn nicht: Schon beim Installieren macht es das neue Betriebssystem von Microsoft dem Nutzer sehr einfach.

Wann kommt Windows 7?

Das neue Betriebssystem ist vom 22. Oktober an erhältlich.

Was kostet Windows 7?
Windows 7 wird es in Deutschland in den Versionen Home Premium, Professional und Ultimate geben. Die Vollversionen kosten 200, 310 und 320 Euro. Upgrade-Versionen gibt es für Windows XP und Vista - für 120, 285 und 300 Euro. Das Upgrade für XP ist aber technisch gesehen gar keines, da das Betriebssystem von Grund auf neu installiert werden muss. Alle Editionen werden als 32- und 64-Bit-System ausgeliefert.

Darüber hinaus ist es komfortabler und schneller zu bedienen als Vista. Auch Besitzer relativ langsamer Rechner können Windows 7 besser nutzen als den Vorgänger. Außerdem hat Microsoft die Software mit vielen neuen Funktionen ausgestattet.

“Wir haben das beste aus XP und Vista miteinander verbunden“, sagt Daniel Melanchthon von Microsoft Deutschland in München. Das klingt erst einmal nach Marketing - doch von der Hand zu weisen sind solche Aussagen nicht: Wer das neue Windows vorab testen konnte, hatte in der Regel kaum etwas daran auszusetzen.

Auch für Netbooks geeignet

Microsoft habe, so Daniel Melanchthon, den geringen Ressourcenverbrauch von Windows X und die hohe Sicherheit von Vista kombiniert. Zum Ressourcenverbrauch: Windows 7 stellt weniger Ansprüche an die Hardware. So läuft das Betriebssystem laut Axel Vahldiek von der in Hannover erscheinenden Zeitschrift “c't“ etwa gut auf Netbooks.

Und die Mini-Notebooks sind ja nicht gerade mit der leistungsstärksten Hardware ausgestattet. “Wichtig ist, dass man eine schnelle Festplatte im Rechner hat.“ Wer dagegen einen fünf Jahre alten oder älteren PC besitzt, wird auch mit Windows 7 eher wenig Freude haben - trotz aller Verbesserungen. “Auf den Prozessor kommt es nicht so an, beim Arbeitsspeicher sollte es ein Gigabyte sein.“

Weniger Rückfragen

Microsoft hat beim Gestalten von Windows 7 auf Kritik am Vorgänger reagiert, der es zuletzt auf nur 19 Prozent Marktanteil brachte - XPs Anteil lag bei über 70 Prozent. So nervte die Nutzerkontensteuerung von Vista die Anwender mit Rückfragen zu jeder Kleinigkeit. Sie funktioniere jetzt besser, sagt Peter Knaak, Computerexperte der Stiftung Warentest in Berlin. Laut Melanchthon meldet sich Windows 7 nur noch, wenn andere Programme etwas am System verändern wollen.

Möglicherweise lässt Windows 7 standardmäßig jedoch ein bisschen viel durchgehen: “Uns ist es gelungen, die Antiviren-Software zu deaktivieren, ohne dass Windows nachgefragt hat“, sagt Axel Vahldiek von der “c't“. Das hält der Experte für eine echte Sicherheitslücke. Sie lasse sich aber sehr einfach beheben: Der Besitzer müsse in der User Account Control, der Benutzerkontensteuerung, die höchste Sicherheitsstufe auswählen.

Windows 7 nimmt dem Nutzer viel Arbeit ab. Zum Beispiel erkennt es schon beim Installieren verfügbare Netzwerke. Der Nutzer muss nur noch eines davon auswählen und das Passwort eingeben - fertig ist die Netzwerk-Konfiguration. Auch wer einen Rechner mit schon installiertem Windows 7 kauft, kann ihn schnell in ein Netzwerk einbinden. In der Taskleiste von Windows 7 gibt es unter anderem ein Symbol, hinter dem sich die neue Funktion “Bibliotheken“ verbirgt. Hier finden Nutzer bestimmte Dateien wie Fotos oder Musik zusammengefasst in einem Ordner - unabhängig davon, wo sie gespeichert sind.

Neue Taskleiste

Wer sich also beispielsweise alle Fotos auf dem Rechner anzeigen lassen möchte, muss sie nicht mehr mühsam suchen. Neu gestaltet wurde auch die Taskleiste: “Sie ist jetzt komfortabler“, findet Axel Vahldiek. Unter anderem bleiben die Programme dort fest an ihrem Platz verankert: “Nach kurzer Zeit findet man das entsprechende Icon fast blind.“ Darüber hinaus ist die Sidebar nicht mehr an die rechte Seite des Desktops gebunden. Und die Widgets lassen sich Melanchthon zufolge frei verteilen. “Microsoft ist das Kunststück gelungen, fast jede Funktion über zwei oder drei Mausklicks weniger erreichbar zu machen als früher“, sagt Vahldiek. Mit Windows 7 lässt sich also schneller arbeiten. Anwendungen laufen allerdings nicht schneller.

Wenig Kompatibilitätsprobleme

Wichtig für Umsteiger: Kompatibilitätsprobleme unter Windows 7 mit älteren Anwendungen sind bisher kaum bekannt. Umsteiger sollten aber sicherstellen, dass ihr Virenscanner auch unter Windows 7 läuft. In der Regel dürfte ein Update genügen - und das ist kostenlos. Einen eigenen Virenscanner enthält Windows 7 nicht. Wie Vista und XP besitzt es von Haus aus eine eigene Firewall. Sie überwacht den Datenverkehr in beide Richtungen. Laut Melanchthon lässt sich die Firewall zudem genauer konfigurieren, so dass Regeln für den Datenverkehr zum Beispiel für einzelne Benutzer festgelegt werden können.

Neues Design

Der offensichtlichste Unterschied zwischen Vista und Windows 7 ist das neue Design: “Die Benutzeroberfläche haben wir auf das nötigste reduziert“, sagt Daniel Melanchthon. In der Standard-Auflösung sind die Schaltflächen auf dem Start-Bildschirm jetzt größer. Diese Änderung wurde vollzogen, da PC-Displays immer größer und die Symbole auf dem Bildschirm daher immer kleiner geworden sind. Viele Neuerungen also - aber lohnt sich der Umstieg: Wer zum Beispiel mit XP glücklich ist, könne es weiter verwenden, sagt Axel Vahldiek. “Es gibt aber auch keinen Grund, vom Umstieg abzuraten.“ Windows 7 sei grundsätzlich sicherer als seine Vorgänger. “Und es macht mehr Spaß.“

Sven Appel

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