Für alle, die sich bisher nicht auskennen

8 Fragen - 8 Antworten: Wir erklären Pokémon GO

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Glumandas mitten in der Stadt: Seit Pokemon Go keine Seltenheit mehr!

Landkreis - Die Pokémon erobern wie schon zu goldenen Gameboy-Zeiten in Windeseile den Planeten und bringen Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene wieder vor die Haustür. Wir erklären den Hype! 

1. Was sind diese "Pokémon" eigentlich überhaupt?

1996 entwickelte die Spielesoftwarefirma GAME FREAK Inc, eine der größten und bahnbrechendsten Franchises des Publishers Nintendo, die Pokémon. Pokémon heißt auf Deutsch soviel wie Taschenmonster

In drei verschiedenen Gameboy-Varianten kamen sie seitdem auf den Spielemarkt. Was folgte war ein unglaublicher Hype, der inzwischen über zwei Jahrzehnte die Welt begeistert. Kinofilme, Merchandise, Videospiele: Die Pokémon wurden das Aushängeschild für Nintendo und spülten Jahr für Jahr große Gewinne ein.

In Zusammenarbeit mit Niantic veröffentlichte Nintendo jetzt Pokémon GO für IOS- und Android-Handys. Viele rechneten mit einem großen Erfolg. Doch was die App seit dem Release aus den Pokémon macht, könnte man durchaus als zweiten Frühling der Spielereihe betrachten!

2. Sammeln und kämpfen: Was macht man da genau in dem Spiel?

In den Hauptspielen der Pokémon-Reihe geht es im wesentlichen darum, die Pokémon zu sammeln, zu trainieren und gegen andere Spieler in Kämpfen gegeneinander antreten zu lassen.

Die Pokémon beherrschen dabei unterschiedliche Attacken verschiedener Typen, die je nach Level stärker werden. 

"Pokémon Go": Irre Monsterjagd mit Suchtpotenzial

Ziel des Spiels ist es, am Ende möglichst alle Pokémon in seinem Besitz zu haben und der stärkste Trainer aller Zeiten zu sein. Da es inzwischen 721 verschiedene Monster gibt, erweist sich die Jagd durchaus als zeitfressende Beschäftigung.

Entwickler Niantic beschränkt sich netterweise in der ersten Version von Pokémon Go nur auf die erste Generation der bunten Viecher, was genau 151 verschiedene Monster bedeutet. In regelmäßigen Abständen wollen die Entwickler allerdings auch die restlichen Pokémon ins Spiel integrieren.

3. Wie kann ich Pokémon Go installieren und spielen?

Nachdem man im Android Play-Store oder im App-Store für IOS-Handys (seit 13. Juli auch für deutsche Pokémon-Trainer) das Spiel kostenlos heruntergeladen hat, geht es auch schon los. 

Ein "Professor" heißt euch in der Welt der Pokémon willkommen und bittet euch, den Pokédex, ein Lexikon aller existierenden Taschenmonster, zu füllen. Nachdem ihr euch entschieden habt, ob ihr als Junge oder Mädchen durchs Land ziehen wollt und ein passendes Outfit gewählt habt, kann es auch schon losgehen.

4. Was hat es mit den Karten und der GPS-Ortung auf sich?

Mithilfe der Standortangabe des Handy-GPS und einer passenden Internetverbindung, zeigt das Spiel genau wie bei Google Maps an, wo man sich gerade befindet. Die Pokémon können nun überall auftauchen! 

In einer kleinen Übersicht wird auf dem Bildschirm angezeigt, welche Pokémon sich gerade bei euch in der Nähe befinden. Etwa in der eigenen Küche, vor dem Bäcker oder auch an der Bushaltestelle. 

Sieht man auf der Karte Laub aufwühlen, muss man sich beeilen - und zwar in der Realität. Denn das GPS erkennt, wohin man läuft. Ein weit entferntes Pokémon zu fangen, obwohl man sich gar nicht vom Fleck bewegt, klappt also nicht.

5. Wie kann ich ein Pokémon dann fangen?

Ist man am Zielort angelangt, zeigt sich das gesuchte Monster durch ein Ploppen auf der Weltkarte. Wenn man das Pokémon antippt, wechselt die Ansicht in den Fangmodus.

Anders als in den anderen Pokémon-Spiele beschränkt sich die Go-Version darauf, das Zielobjekt mithilfe eines Pokéballs - einer Art "Käfig", einzufangen, ohne dabei eigene Kämpfer ins Rennen zu schicken

Zielgenauigkeit ist gefragt beim Wurf der Pokébälle, in dem man mit dem Finger über den Smartphone-Bildschirm streift. Mit etwas Glück schnappt die Falle zu und das Tierchen befindet sich in eigenen Besitz.

6. Warum spielen echte Denkmäler und Wahrzeichen eine wichtige Rolle?

Ressourcen, wie eben die Pokébälle, gibt es allerdings nicht endlos. Um die eigenen Items aufzufrischen, muss man zu sogenannten PokéStops laufen. Diese befinden sich meistens an Wahrzeichen oder Denkmälern in der realen Welt. 

Ein kurzer Klick und wenige Drehbewegungen mit dem Finger später, gesellen sich Items wie Heiltränke oder Beeren in den eigenen Beutel. 

7. Was hat es mit den Teams und den "Pokémon-Arenen" auf sich?

Warum es Heiltränke braucht, obwohl der Kampf gegen "wilde Pokémon" doch weggefallen ist? Weil das Kämpfen gegen andere Trainer weiterhin im Spiel integriert ist. 

Zwar wird das Duell gegen Freunde oder Menschen in der Umgebung erst durch ein kommendes Update nachgereicht. Sobald man seinen Charakter allerdings auf Level 5 trainiert hat - was durch das Fangen von Pokémon und das Aufsuchen von PokéStops ziemlich schnell klappt - hat man die Möglichkeit, Pokémon-Arenen zu besuchen. Dort schließt man sich einem Team an (Blau, Rot oder Gelb) und versucht fortan, die Arenen eurer Umgebung in eigenen Teamfarbe zu schmücken. 

Dafür tritt man gegen gegnerische Pokémon von Kontrahenten an. Der Kampf wird ebenso durch Tipp-und Wischbewegungen ausgeführt. Jedes Monster verfügt dafür über je zwei Angriffe und einen WP-Wert (Wettkampfpunktewert), der die Stärke der Pokémon bestimmt. 

Geht man siegreich aus dem Kampf hervor, hat man die Möglichkeit, eines der Tierchen als Beschützer in der Arena zu lassen.

Auch in unseren Landkreisen wurden bereits zahlreiche Facebook-Gruppen gegründet, in denen sich die "Trainer" verabreden, um gemeinsam auf die Monsterjagd zu gehen.

8. Wie kann ich den Kameramodus aktivieren?

Die App Pokémon GO lebt von dem Kameramodus - den AR-Elementen. AR steht für Augmented Reality, also die erweiterten Realität. Hier werden reale Objekte ins Spiel integriert, etwa der Schreibtisch oder das Waldstück vor dem Spieler. Dieser Modus lässt sich bei Pokémon GO aktivieren und deaktivieren. etwa wenn man Akku sparen möchte. 

Den Kamara-Modus gibt es an zwei Stellen im Spiel: Im Arena-Kampf und beim Fangen der Pokémon.

Mit dem Schieberegler oben rechts im Bild kann der Modus aktiviert und deaktiviert werden. Die Smartphone-Kamera ist jedoch immer aktiviert - das Spiel hat vollen Zugriff darauf! 

Riesiger Hype weltweit

Pokémon Go ist in aller Munde und erzeugt einen Hype, wie er so vielleicht bislang noch nie dagewesen ist. Besonders die Tatsache, dass viele Kinder nun wieder mehr Lust auf das Wandern haben und stundenlang kilometerlang Laufen, scheint Kritiker bislang milde zu stimmen. 

Bereits eine Woche nach dem Release verzeichnet Nintendo unfassbare Erfolge. Die Aktie schoss in die Höhe. Items, die man in der App für echtes Geld kaufen kann, werden fleißig gehortet und in den sozialen Netzwerken kann man kaum noch ohne eine Nachricht über die App scrollen. 

Zu kuriosen Zwischenfällen kam es nach nur ein paar Tagen auch schon. So hat eine Frau beim Suchen nach einem Monster eine Leiche entdeckt. Ein anderer Spieler machte stattdessen ganz anders auf sich aufmerksam, als er direkt als seine Frau ein Kind zur Welt brachte, lieber Pokémon Go daneben spielte.

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