Am Dienstagabend nahm die Polizei in einer Pressemitteilung Stellung zu den Vorfällen: Die Polizei war gegen 14.55 Uhr zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei türkischen Familien gerufen worden - mindestens fünf Personen waren beteiligt. Die Beamten konnten einschreiten und den Streit beenden.
Ein 42-Jähriger trug aber schwerste Kopfverletzungen davon und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zahlreiche weitere Personen mussten ärztlich versorgt werden. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen eines versuchten Tötungsdelikts in Tateinheit mit Landfriedensbruch - der 47-Jährige Verhaftete soll am Mittwoch, den 2. Mai, dem Haftrichter vorgeführt werden.
Fotos vom Tatort:
Das sagen die Nachbarn:
Laut der Anwohner soll es sich bei den Beteiligten um Mitglieder zweier zerstrittener Familien gehandelt haben. Ein Mädchen berichtet: "Meine Freundin hat mir immer erzählt, dass die mit der anderen Familie dauernd gestritten haben." Ein junger Mann kam am Tatort auf uns zu, stellte sich als Kumpel eines Beteiligten vor. "Ich kenne den schon ewig," sagt er. "Der war immer nett und freundlich und beliebt, dass der sowas macht, hätte ich nie gedacht."
Er erzählt uns, was er an Streitigkeiten von den Familien mitbekommen hat: "Wenn die unten (Familie des mutmaßlichen Täters, Anmerkung der Red.) das Fenster zum Lüften offen hatten, haben die oben (Familie des mutmaßlichen Opfers, Anmerkung der Red.) extra ihren Dreck über den Balkon runter in deren Wohnung geschüttet."
Auch will ein Anwohner wissen, dass der Streit der beiden Hausbewohner bereits im Vorfeld polizeilich bekannt gewesen sei. Die Familie des Verhafteten soll sich wegen des anhaltenden Zwists hilfesuchend an die Beamten gewandt haben. "Die Polizei war dann auch schon mal da und hat versucht, zu vermitteln," will der Zeuge beobachtet haben.
ds


















































