Immer wieder betont Sebastian Schuhbeck, Religionslehrer und entfernter Verwandeter des Sterne-Kochs, dass er eigentlich nur seine Ruhe haben und eben seine Domain www.schuhbeck.com behalten wolle. Auf diese Domain, die sich seit 2004 im Besitz des Traunsteiners befindet, erhebt Alfons Schuhbeck, stellvertreten durch seine Marketingabteilung, Anspruch. Seit 2010 versuchen die Mitarbeiter des Kochs, die Web-Adresse zu bekommen. Mit Forderungen, Geldangeboten und Klagedrohungen. Ohne Erfolg.
Aber die Gegenseite lässt nicht locker. Im Dezember 2011 hätte die Sache nun bereits vor dem Landgericht München I verhandelt werden sollen. Die Anwälte des berühmten Schuhbeck zogen hier aber im letzten Moment die Notbremse. Der Prozess wurde auf den 26. Juni 2012 verschoben. Bis dahin wollten die Parteien versuchen, sich doch noch ohne Gang vor den Richter zu einigen.
Der erscheint Sebastian Schuhbeck mittlerweile aber als unausweichlich: Zum Vergleichansgebot, das die Alfons-Schuhbeck-Anwälte ihm im April zukommen ließen, sagt er: "So nicht!"
Im Vorschlag, der chiemgau24.de vorliegt, darf Sebastian Schuhbeck seine Domain behalten, aber die Vertreter von Alfons Schuhbeck erheben einige Forderungen:
- Sebastian Schuhbeck müsse sich verpflichten, auch zukünftig keine kommerzielle Website zu betreiben.
- Sebastian Schuhbeck müsse sich verpflichten, die Domain an Alfons Schuhbeck zu übertragen, wenn er sie nicht mehr selbst und höchstpersönlich aktiv betreibe
- Jeder solle seine angefallenen Gerichts- und Anwaltskosten selbst tragen.
Der Lehrer fährt auch schon mal die Geschütze auf. Seinen Fall, der als Markenrechtsklage geführt wird, hat er jetzt einem Münchner Spezialisten für IT-Recht übertragen.
Wir bleiben für Sie an der Geschichte dran.
(ck/chiemgau24.de)


© dpaSterne-Koch Alfons Schuhbeck














