Einen Überblick über die Untersuchung und Bewertung des Fischschadens durch den Alz-Unfall hat der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Fischereischäden Dr. Kurt Seifert vom Büro für Naturschutz-, Gewässer- und Fischereifragen bei einem Runden Tisch mit Fischerei-Berechtigten im Industriepark Werk GENDORF gegeben.
Das Unglück in der Alz in Bildern
Als positives Zeichen wertete Seifert deshalb die Information, dass bereits wieder Algenwachstum beobachtet wurde. Zur zeitlichen Dauer der Wiederherstellung eines fischereilichen Zustandes, der dem Vorzustand vergleichbar ist, konnte Seifert noch keine genaue Auskunft geben: „Es gibt Fischarten, deren Bestände durch künstlichen Besatz innerhalb weniger Jahre wiederhergestellt werden können. Bei anderen Arten, wie beispielsweise Nasen und Barben, kann dies längere Zeit in Anspruch nehmen.“ Auch äußere Umstände, wie Hochwasser, welche die eingesetzten und noch nicht eingewöhnten Fische flussabwärts verdriften, oder der Einfluss fischfressender Vögel auf die Besatzfische könnten die Wiederbesiedlung nachteilig beeinflussen, so Seifert.
Video aus dem Archiv:
Vorschläge zum Wiederaufbau von seltenen Arten kamen auch aus den Reihen der Fischer: Fischarten wie die Mühlkoppe oder Elritze könnten aus bevorstehenden Bachauskehren gewonnen werden. Grundsätzlich sei es besonders wichtig, naturnah aufgewachsene Fische aus der Region anzusiedeln, da diese höhere Überlebenschancen aufweisen würden. Zusätzlich rechnen die Fischer sowohl mit einer Zuwanderung aus der Alz oberhalb des Werkes als auch aus dem Inn, wenn wieder ausreichend Nahrung vorhanden ist.
Pressemitteilung Industriepark Werk GENDORF

















































































