„Wir sind generell gegen immer weitere Aufweichungen“, sagte Marx am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. „Die ständige Feilscherei um die Feiertagskultur finde ich merkwürdig.“ Marx widersprach Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der gesagt hatte, die beiden großen christlichen Kirchen akzeptierten die geplante Neuregelung zur Lockerung des Tanzverbotes an wichtigen Feiertagen.
„Mit mir ist darüber offiziell nicht gesprochen worden“, sagte der Kardinal. Es habe bisher lediglich Sondierungen auf der Ebene der katholischen und evangelischen Büros gegeben. Er persönlich habe erst am Mittwochabend den Gesetzentwurf erhalten.
Die schwarz-gelbe Koalition will das Tanzverbot in den Nächten vor den sogenannten stillen Feiertagen lockern. Künftig soll bis 2.00 Uhr in den jeweiligen Tag hineingefeiert werden dürfen - bislang muss um 24.00 Uhr Schluss sein. Die Lockerung soll für Aschermittwoch, Gründonnerstag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag und Buß- und Bettag gelten.
dpa

















