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Die vorläufige Bilanz der Polizei zum Chiemsee Reggae Summer

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    • 28.08.11
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CRS: Die vorläufige Bilanz der Polizei

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Übersee - Verstärkt waren vor allem die Zivilfahnder gefordert. Etwa 230 verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz konnten sie bislang feststellen. Meist handelte es sich um Cannabis.

Mal heiß, mal kalt, mal trocken, mal nass, von alldem ließen sich die etwa 25.000 Besucher des Chiemsee- Festivals nicht aus der Ruhe bringen und blieben aus polizeilicher Sicht bis zum Sonntagnachmittag vor allem eines: FRIEDLICH.

Abgesehen von kleineren Reibereien kam es zu keinen großartigen körperlichen Auseinandersetzungen mit schweren Verletzungen. Auch wurde der Polizei kein Delikt aus dem Sexualbereich gemeldet. Viel zu tun gab es hingegen für die Jugendbeamten. Etliche Jugendliche wurden mit Drogen erwischt, viele „zu junge Kunden“ hielten sich ohne erwachsene Begleitung im Gelände auf. Die Drogenfahnder waren im Dauereinsatz und konnten wesentlich mehr Aufgriffe als im Jahr zuvor machen.

Bis zu 140 Beamte verschiedenster Dienststellen waren unter Leitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zu den Spitzenzeiten im Raum Übersee im Einsatz. Um die vielen Bahnreisenden kümmerten sich in den Zügen und am Überseer Bahnhof zahlreiche Bundespolizisten, zudem waren am Hauptbahnhof München Beamte der dortigen Polizeiinspektion 16 im Einsatz. Wie die beiden Einsatzleiter, Polizeidirektor Dr. Walter Buggisch und Polizeirat Rainer Wolf, bestätigten, war auch diesmal der Einsatz geprägt von einer guten und professionellen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Übersee, dem Landratsamt Traunstein, den Rettungsorganisationen und dem Veranstalter.

Sorge bereitete den Einsatzkräften zunächst am Mittwoch die herannahende Gewitterfront mit starken Winden. In ständigem Kontakt mit dem Veranstalter und der Gemeinde Übersee wurde eine möglicherweise bevorstehende Räumung des Geländes besprochen. Zur Umsetzung des bereits im Vorfeld bei den Planungen ausgearbeiteten Konzepts kam es aber nicht mehr, nachdem klar war, dass die Gewitterzellen das Gelände nur leicht touchieren würden. Auch die anfangs hohen Temperaturen waren nicht unproblematisch. Einige Gäste bekamen Kreislaufzusammenbrüche und mussten erstversorgt werden. Die Rettungsorganisationen waren stark gefordert. Auch die Logistik der Polizei musste sich dem verstärkten Getränkebedarf der Einsatzkräfte anpassen. Ganz anders kam es dann am Samstag. Bei kühlen Temperaturen um 10 Grad und dauerhaft starkem Wind, wurde an die Polizeikräfte Tee ausgeschenkt.

Einen Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit bildete wieder der Jugendschutz. Vorbildlich funktionierte die heuer nochmals intensivierte Zusammenarbeit polizeilicher Jugendbeamter mit Sozialpädagogen des Jugendamtes Traunstein. Erfreulicherweise wurden weniger im Übermaß alkoholisierte Jugendliche als im Jahr zuvor festgestellt. Die Zahl der unter Drogeneinfluss stehenden Jugendlichen nahm aber, genau wie die insgesamt zu betreuenden Jugendlichen, zu. Meist handelte es sich hierbei um Konsumenten von Cannabis, aber auch noch weit gefährlichere Substanzen wurden festgestellt. Geringe Mengen Crystal-Speed konnten die Fahnder bei zwei 17- und 20-jährigen Heranwachsenden sicherstellen.

Herausragend ist auch der Aufgriff einer 17-Jährigen. Die Beamten trauten ihren Augen kaum, als der Alkomat beim Test einen Wert von 2,28 Promille ergab. Dabei stand die junge Dame jedoch kerzengrade und zeigte kaum Ausfallerscheinungen. Ihre entsprechende Alkoholgewöhnung wird seitens der Polizei jedoch auch der Führerscheinstelle übermittelt werden, was direkte Folgen auf den Führerscheinerwerb haben dürfte.

Insgesamt 71 Jugendliche betreuten Jugendamt und Polizei, 18 davon mussten im Anschluss die Heimreise antreten. Die restlichen jungen Gäste durften das Festival weiter besuchen, bekamen jedoch in Absprache mit den Eltern die Auflage, sich regelmäßig zu festgelegten Zeiten bei der Polizei zu melden.

Stärker als im Vorjahr waren die Zivilfahnder gefordert. Sie konnten bei den Kontrollen bisher etwa 230 Aufgriffe (Vorjahr bis Montagmorgen insgesamt 170 Fälle) im Betäubungsmittelsektor verzeichnen. Überwiegend Cannabisprodukte in kleineren Mengen hatten die Konsumenten dabei, aber auch Amphetamine und Heroin wurden sichergestellt. Dass die offensiven und konsequenten Drogenkontrollen der Polizei sich rumgesprochen haben ist daran ersichtlich, dass auf dem Gelände kaum größere Mengen Rauschgift sichergestellt wurden und offenbar der Handel mit Betäubungsmittel im Bereich der Veranstaltung kaum mehr stattfand.

Etwa 25 Diebstahlsanzeigen waren bis zum Sonntagnachmittag bei der Polizei zu verzeichnen. Meist kamen Taschen mit Geldbörsen, Handys und MP-3-Player abhanden. Zu sorglos ging manch Festival- Camper mit den Gegenständen um und musste bei der Rückkehr zum Zelt den Diebstahl feststellen.

Dem Sicherheitspersonal des Veranstalters gelang es in der Nacht zum Sonntag einen 14-Jährigen festzuhalten. Nach den bisherigen Ermittlungen war er ohne Wissen seiner Eltern, in Begleitung seines 18-jährigen Onkels, aus Österreich angereist und ohne Eintrittskarte über den Zaun in das Campinggelände geklettert. Dort wurden die beiden kosovarischen Staatsangehörigen mit diversen aus Zelten stammenden Gegenständen erwischt und der Polizei übergeben. Der 14-Jährige gab in der Vernehmung zudem noch falsche Personalien an. Derzeit laufen die Ermittlungen zu den Diebstahlsvorwürfen und zur Feststellung der richtigen Personalien beider Personen.

Gering sind die Zahlen von Körperverletzungen. Bis Sonntagnachmittag wurden sechs Fälle gemeldet, wobei es sich meist um kleinere Reibereien handelte. In einem Fall musste ein 20- Jähriger nach einem Faustschlag an der Augenbraue genäht werden. Ein Polizeibeamter kam wegen einer Knieverletzung in ärztliche Behandlung, nachdem er bei einer Zeltdurchsuchung von hinten von einem jungen Mann angegriffen wurde. Auch der Angreifer verletzte sich am Mund und wurde behandelt.

Sachbeschädigungen hielten sich ebenfalls in Grenzen. Herausragend war in der Nacht zum Donnerstag ein entzündetes Dixiklo und auf Autos geworfene Zaunelemente. Zudem machten sich Unbekannte einen Spaß daraus, Mülltonnen in die Ache zu werfen.

Der Malteser Hilfsdienst hatte besonders an den heißen Tagen eine Vielzahl kollabierender Personen zu betreuen und versorgte überwiegend kleinere Verletzungen und Gesundheitsstörungen. Die Einsatzkräfte der DLRG überwachten die improvisierten Badestrände der Ache, die besonders an den heißen Tagen stark frequentiert waren. Auch die Feuerwehr Übersee leistete einen Schichtdienst, sorgte bereits im Vorfeld mit hohem Engagement für Brandschutz und bewältigte eine Vielzahl von überwiegend kleineren Einsätzen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa/Aktivnews

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Kommentare

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Raublinger28.08.2011, 18:46Antwort
(0)(0)

Also ich muss die nicht in der EU haben...Wenn es die EU in der Form bis dahin überhaupt noch gibt.

Heidelinde28.08.2011, 18:36
(0)(0)

@Raublinger
Deine Freunde sind wahrscheinlich bald mit in der EU!

Raublinger28.08.2011, 16:07
(0)(0)

"Dort wurden die beiden kosovarischen Staatsangehörigen mit diversen aus Zelten stammenden Gegenständen erwischt und der Polizei übergeben."
Alles klar,da waren sie wieder,meine speziellen "Freunde".

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