Bis Montagfrüh wurden von den Maltesern 1762 Personen versorgt und behandelt. „Dabei handelte es sich in erster Linie um Insektenstiche, kleinere Schnittverletzungen, Blasen und Kreislaufprobleme“, bilanziert Christiana Mitterer, Einsatzleiterin bei den Maltesern. 38 Personen mussten zur weiteren Versorgung vom öffentlichen Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser eingewiesen werden. Die rund 25.000 Besucher feierten in entspannter Atmosphäre und die Sanitäter der Malteser wurden gefordert, aber keineswegs überfordert.
Als sehr positiv werten die Malteser das Verhalten der Fans gegenüber den Hilfskräften. Bei anderen Großeinsätzen erleben sie Malteser schon auch aggressive Fans und müssen sich Beschimpfungen anhören. Nicht so beim Chiemsee-Reggae-Festival, wo es sehr friedlich und entspannt zugeht und die behandelten Patienten nur sehr selten ohne ein „Danke“ aus der Sanitätsstation gehen. Thomas, ein 18-Jähriger aus Niederbayern, der wegen einer Verletzung an der Nase in der Unfallhilfsstelle behandelt wurde, sagte es so: „Ihr Malteser seids echt gute Menschen – bei Euch g`foids ma.“
Zum fünften Mal in Folge leisteten die Malteser den Sanitätsdienst beim Chiemsee Reggae Festival. Insgesamt waren 640 Helferinnen und Helfer im Einsatz, in jeder 12-Stunden-Schicht bis zu 150 Malteser-Sanitäter, zudem drei Notärzte. Die Helfer kamen aus allen Gliederungen in der Erzdiözese München und Freising. Mit dabei waren aber auch Malteser-Helfer aus Regensburg und Stuttgart. Insgesamt leisteten die meist ehrenamtlichen Helfer während des Festivals 7680 Einsatzstunden. Besonders lobend hob Einsatzleiterin Christiana Mitterer die Zusammenarbeit mit den Behörden und Veranstaltungen, mit der Freiwilligen Feuerwehr Übersee, der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Integrierten Leitstelle Traunstein, der Polizei und den weiteren Sicherheitsdiensten hervor. „Da wird Hand in Hand gearbeitet und alles für die Sicherheit der Besucher getan“, so Mitterer.
pv (Malteser)


