Der Ex-Mafioso, der sich jahrelang mit Hilfe eines Zeugenschutzprogrammes verborgen hatte, starb nach Angaben der Internetseite “TMZ“ vom Mittwoch am Dienstag in einem Krankenhaus in Los Angeles. “Er war lange krank“, zitiert die Seite seine Lebensgefährtin Lisa Schinelli Casterta. “Sein Herz hat aufgegeben.“ Hill wurde 69 Jahre alt.
Im Jahr 1967 hatte er mit dem Air-France-Raub Schlagzeilen gemacht. Zusammen mit Komplizen hatte er aus einem Raum der französischen Fluggesellschaft 420 000 Dollar in bar erbeutet. Dabei waren die Gangster filmreif vorgegangen und hatten einen Wachmann mit einer Prostituierten abgelenkt, um einen Nachschlüssel anfertigen zu können. Letztlich gelang der gewaltige Raub, ohne dass ein Schuss abgefeuert wurde. Das Verschwinden der 420 000 Dollar - damals lag das Jahreseinkommen im Schnitt bei gut 7000 Dollar im Jahr - wurde sogar erst nach Tagen bemerkt.
Hill war noch in viele andere Verbrechen verwickelt und wurde 1980 verhaftet. Mehr Angst als vor der Justiz hatte er aber vor seinen früheren Komplizen: Weil er von einem Mordkomplott gegen ihn erfahren hatte, sagte er gegen die Mafia aus und wurde per Zeugenschutzprogramm abgeschirmt. Fortan lebten er, seine Frau und seine Töchter unter falschem Namen, nie länger an einem Ort.
Auch unter FBI-Schutz beging er aber weitere Verbrechen und wurde deshalb nach ein paar Jahren aus dem Programm geworfen, seine Frau verließ ihn. Martin Scorseses Film “Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia“ machte ihn dann 1990 noch einmal berühmt und Hill versuchte mit dem Verkauf eigener Kunst davon zu profitieren. Er kam immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt, war aber auch gern gesehener Gast in Talkshows. Woran er genau starb, war zunächst unklar.
dpa













